Kopfweh? Aspirin oder Weidenrinde?

Was tun, wenn einem manchmal der Kopf weh tut. Ehe man zur Tablette greift, sollte man sich nach Naturheilmitteln umsehen. Natürliche Mittelchen zur  Schmerzlinderung gibt es.

Weidenrinde war schon den alten Ägyptern bekannt als Heil- und Schmerzmittel. Bis zur  Gegenwart gab es zahlreiche Untersuchungen, die die Wirksamkeit bestätigen. In der Weidenrinde ist Salicin enthalten. Durch Oxidation entsteht Salicylsäure. Salicylsäure befindet sich auch noch im Kraut der Stiefmütterchen, im Mädesüß, in der amerikanischen Teebeere und auch in Pappeln. Das echte Mädesüß galt als eines der heiligen Kräuter der Druiden.
Der lateinische botanische Begriff für die Weide ist Salicaceae. Daher also der Name des Salizins und der Salicylsäure. Das deutsche Wort Weide stammt aus dem althochdeutschen Wida, aus dem im Mittelhochdeutschen Wide wurde.
Die natürliche Salicylsäure hat den Vorteil, dass bestimmte Nebenwirkungen des synthetischen Stoffes nicht auftreten, z.B. die oft unerwünschte blutverdünnende Wirkung.

Nein, einen wissenschaftlichen Vortrag über die Geschichte des Aspirins und den Pharmakonzern Bayer werde ich heute nicht halten. Aber, wenn Ihr mich besucht, bekommt Ihr im Spinnstübchen auch einen Weidenrindentee.

 

WEIDENRINDENTEE

1 gehäufter Teelöffel fein geschnittener Weidenrinde wird mit 1/4 Liter kaltem Wasser angesetzt und ganz langsam zum Sieden erhitzt. Danach wird der Sud vom Herd genommen und nach ca. 5 Minuten abgeseiht. Als Dosierung sind 3 bis 5 Tassen Tee pro Tag empfohlen. Der Tee soll in der richtigen Dosierung keine Nebenwirkungen haben, ist für Schwangere aber untersagt.

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