Das Rehbein.

Dieser Flaschenöffner befindet sich schon seit Genarationen in unserem Familienbesitz und irgendwann werde ich ihn mal weiter geben oder wegwerfen. Der Öffner liegt immer an der selben Stelle im Tischkasten, gleich neben der Schere.

Als ich mit dem Nachbarskind gefilzt habe, hatten wir uns auch über die Rehe vor unseren Fenstern unterhalten. Wir wohnen ja quasi in der ersten Reihe, wenn es um „Rehebeobachten“ geht.
Als das Nachbarkind die Schere holen wollte, und den Tischkasten aufgezogen hatte, fiel mir plötzlich auf, dass sie ganz still geworden war. Mit riesengroßen Augen blickte sie zuerst in den Tischkasten und dann mich an. Dann zeigte sie auf mein Küchenfenster und fragte: „Gudrun,…  (es folgte ein tiefes Luftholen!) …du hast doch nicht etwa da unten…?“  Sie konnte ihre Befürchtung gar nicht aussprechen.
Nein, ich hatte natürlich nicht da unten…  Da konnte ich das Nachbarskind beruhigen. Alle Rehe haben ihre Beine noch.

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