Mein Cartoon von der Leipziger Oper. Das harte und das weiche „B“ und eine sächsische Ortsangabe .

"hiem" das Gewandhaus un "driem" die Oper

Also, „hiem un driem“ sind in Sachsen und angrenzenden Ländereien Ortsangaben. „Hiem“ ist eben hier oder hüben und „driem“ ist drüben, ein ganzes Stück weg, manchmal im Westen.
Wenn einer vor der Wende ausgereist war aus der DDR, so erzählte man sich in Sachsen, dass „der un der och nach Driem gemachd is„.

Ich habe den 2. Leipzig-Cartoon für meine Freundin fertig.
In dem Falle ist „hiem“ ein Bistrotisch am Fenster im Leipziger Gewandhaus. Und „driem“ ist das Opernhaus. Naja, dass die Sachsen keine Probleme bei der Aussprache von Konsonanten haben, aber der Rest der Welt beim Verstehen, sieht man ja im obigen Beispiel. Beim Schreiben ist das schon schwieriger. Da hört man schon öfter mal die Frage: „Du sache ma, schreibd mor das mid weechen oder harden „B“?“

Meine Freundin, drüben in ihrem Frankfurt am Main, wird das jetzt nicht sehen und so kann ich die fertige Zeichnung zeigen. Manchmal ist es gut, dass sie nicht hier „herumschnarcht“.
Jetzt muss ich nur noch zwei Bahnbeamte zeichenen, sie in die Zeichnung vom Leipziger Hauptbahnhof einfügen und dann kann ich die Karte zusammenbauen. Ich habe also zu tun, und euch allen da draußen wünsche ich einen schönen Sonntag.