Ein Fenster, Schulmalfarben aus Nerchau und eine fiedelspielende Grille und ähnliches Getier.

Angefangen hatte es vor vielen Jahren.
Wir wohnten damals in Leipzig-Grünau, genau über einem Durchgang zwischen den Blocks. Meine Kinder waren noch klein. Meine Tochter bekam ein Taschentuch geschenkt, auf dem allerlei „Krabbelgetier“ aufgedruckt war. Das Tuch gefiel ihr und ich kam auf die Idee, Geschichten von den Tieren, die auf jeder Wiese zu finden waren, an das große Fenster direkt über dem Durchgang zu malen. Mit Wasserfarbe! Schulmalfarben im „Töpfchen“ aus Nerchau gibt es immer noch zu kaufen.

Ich glaube fünf verschiedene Fensterbilder waren es in einem Jahr geworden. Genau weiß ich das nicht mehr. Da gab es Sonnenblumen, Wasser schleppende Ameisen, einen pfeiferauchenden Käferopa am Gartenzaun … So, wie ich oben zeichnete, sahen mir unten Kinder zu und rätselten, was da gerade wieder entstand. Schade, dass ich davon keine Bilder habe. Heute wäre das einfacher.

Meine Fenster werde ich nicht mehr bemalen, aber Lust, die „Käferwelt“ zu zeichnen oder bestimmte menschliche Eigenschaften und Handlungen dahin zu verlegen, hätte ich schon. Einiges liegt schon im  Ideen-Zettelkasten … Liebe Kerstin, deine fiedelspielende Grille ist fest eingeplant.

aus Gudruns Käferwelt

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