Ein Loblied auf die Selbstreinigungsfähigkeit der Schafwolle.

Selbstreinigungskraft der SchafwolleJetzt muss ich mich aber beeilen mit der Wollwäsche. Der kleine Nachbarsjunge soll doch seine Heilwolle für sein Kissen bekommen. Und damit auch nichts verloren geht an dem, was die Schafwolle zu bieten hat, wasche ich die Wolle nur ganz vorsichtig mit Brunnenwasser. Ohne Zusätze von Wollwaschmitteln, Shampoos, Weichmachern und anderen.

Och nee! Jetzt hat die es schon wieder mit der Wolle! Stimmt schon, aber eins muss ich noch verraten.
Wenn man auf das Bild klickt, vergrößert es sich etwas. Am unterem Rand meiner „Edelwanne“ (Haha, die hat so etwas Mittelalterliches.) schäumt es wie im Seifenbad. Es gibt aber keines. Die Wolle reinigt sich quasi selber. Und das kommt von der schuppenflächigen Oberflächenstruktur über der eigentlichen Faser. Unter dem Mikroskop sehen die Schuppen wie Dachziegel aus. Schafwolle bindet Wasser. Das verhindert elektrostatische Aufladungen und dass der Schmutz tief in die Faser eindringen kann. Durch Bewegung ist er ganz leicht zu entfernen. Sachen aus Schurwolle müssen nicht ständig gereinigt oder gewaschen werden. Unangenehme Gerüche – wie die nach einem Kneipenbesuch – verschwinden von alleine wieder.
Damit die Wolle im Kissen schön sauber ist, bewege ich die Wolle ganz leicht im Wasser. Jedesmal staune ich, wie schön weiß sie ganz schnell wird. Die Wolle hier stammt von einem Merino. Hach ist die schön weich! Es wird ein richtiges Kuschelkissen werden.

Schafwolle kardieren

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