Noch einmal über meine Parkallee. Für einen kleinen Moment der Besinnung.

die Parkallee in Leipzig Mitte Erst neulich schrieb ich darüber, was mir eine Frau erzählte über meine Parkallee in Leipzig. Geschrieben habe ich darüber, weil ich nicht möchte, dass das in Vergessenheit gerät. Ich habe mir versucht vorzustellen, was die hier inhaftierten Frauen durchgemacht haben müssen, wie sie gefühlt haben. Ich konnte es nicht.

Nichts von dem, was hier geschah, auch wenn es unangenehme Gefühle weckt, soll vergessen werden. Das dachten sich sicherlich die Schüler, Lehrer und Eltern der Freien Schule  in Grünau auch. Sie hatten sich mit den historischen Zusammenhängen beschäftigt und das Schild zum Innehalten und Gedenken an der Parkallee angebracht. Nach Monaten musste es abgenommen werden, weil es beschmiert worden war. Jetzt wurde es von der Schule restauriert und wieder aufgestellt. (Und schon wieder sind Schmierfinken unterwegs.)
Hier befindet sich eine Haltestelle, Spaziergänger sind in der Allee unterwegs, Jogger auf dem Weg zum Park, Radfahrer auf dem Radweg unterwegs. Ein winziger Moment der Besinnung reicht schon.

Gedenktafel für des Frauenaußenlager in der Parkallee in Leipzig

In jedem Jahr startet im April von hier ein Gedenkmarsch. Kurz vor Kriegsende wurden die Frauen des Lagers noch auf den Todesmarsch geschickt.

Blumen für die Frauen im ehemaligen KZ-Außenlager Buchenwald in der Leipziger Parkallee