Versponnene Milchschafwolle von der Größstadtschäferin geht auf die Reise.

selbstgesponnene Milchschafwolle637 Gramm Milchschafwolle habe ich schon gewaschen, kardiert und versponnen. 533 Gramm traten heute eine kleine Reise an. Das Schäfchen ist nur mal so dabei, zum Wolle fühlen. (Die Schafmilchseife habe ich nicht geschafft. Sie wird nachgereicht.)

Die weiche und dennoch feste Wolle stammt von den ostfriesischen Milchschafen der Großstadtschäferin. Milchschafwolle kannte ich bis jetzt noch nicht. Ich bin begeistert. Sie ließ sich ganz wunderbar verarbeiten und lief fast von allein ins Spinnrad. Beim Waschen hatte ich ja die fleißigen Helfer aus dem Spatzenhaus. Gebleicht oder mit anderen chemischen Zusätzen versehen wird bei mir die Wolle nicht. Gekämmt habe ich diesmal noch mit den Handkarden, im nächsten Monat wird eine Kardiermaschine bei mir einziehen. Da ich sie nicht im Dauerbetrieb haben werde, kann ich sie zeitweise verleihen. Es muss ja nicht jeder, der kardieren muss, sich so ein Maschinchen kaufen.

Vor Jahren schon hatte ich einen Kontakt hergestellt, der mir ermöglichen kann, dass ich größere Mengen Rohwolle zum Waschen und Kardieren geben kann. Zurück kommt die eigene Wolle im Kardenband. Auch industriell versponnen werden kann sie, aber ich möchte noch selber spinnen, alleine und in Gemeinschaft. Wie sich alles mal gestaltet, das weiß ich noch nicht. Ich möchte allerdings nicht, dass aber auch nur ein Gramm Rohwolle aus der Region weggeworfen wird. Dann wird eben auch noch Fremdgesponnen. Die Wolle ist es wirklich wert.

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