Erfreuliches, gesehen in der Georg-Schwarz-Straße in Leipzig.

Baustellen in der Georg-Schwarz-Str. in Leipzig

Tristess? Oh, nein, über dieses Bild kann ich mich freuen, obwohl der Himmel heute fast so grau war wie die Straße, die ich entlang ging.
Meine erste Arbeitsstelle war an einer Leipziger Hochschule. An manchen Tagen war ich so geschafft, dass ich Mühe hatte, wieder „runter zu fahren“. Es tat mir gut, wenn ich die Straßenbahn links liegen ließ und mich zu Fuß auf den Heimweg machte. Es war diese Straße, die ich entlang musste. Im Laufe der Zeit habe ich eine besondere Beziehung aufgebaut zur Georg-Schwarz-Straße in Leipzig. Ich kannte den Bäcker an der Ecke und die kleine Drogerie. In einem kleinen  Fischgeschäft sollte ich immer gleich noch einen Karpfen kaufen zum Meerrettich. Dabei wollte ich doch bloß eine Meerettichsoße machen, ohne Fisch. Mit dem Krankenhaus, noch ein Stückchen hin, hatte ich wenig zu tun. Ich war jung und außer ab und an einen Schnupfen hatte ich nichts.

In den letzten Jahren bot die Georg-Schwarz-Straße ein eher trostloses Bild. Die Häuser waren unbewohnt und verfielen. Selbst in den sanierten Häusern schien keiner wohnen zu wollen, bei dem trostlosen Anblick gegenüber. Leer wurde es in der einst belebten Straße.

Und jetzt? Es tut sich eine ganze Menge. Zum Beispiel dies oder jenes. Hier werkeln Leute mit ganz vielen Ideen, Mut und neuen Konzepten. Der Straße wird es gut tun und mir letztendlich auch. Ich werde wohl öfter mal wieder hier entlang laufen und in Jugenderinnerungen schwelgen.

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