Etwas pflanzen wollen. Wettlauf mit Holzpantinen über den gepflasterten Hof.

Vorbereitung der Pflanzzeit.Ich musste mich heute ein bissel zwingen, mich an den Schreibtisch zu setzen. Diese Tage gibt es halt, an denen man mit den Gedanken ganz wo anders ist. Es macht mir zu schaffen, dass eine Blogfreundin nicht mehr da ist, dass ich nicht mehr lesen kann, wie sie sich mit fein-bissigem Humor mit den Gegebenheiten unserer Zeit auseinander setzt. Sie war es auch, die mich mehrmals aufgefordert hatte, meine Zeichnungen nicht für das stille Kämmerchen zu machen. „Geht doch, nöch.“, würde sie sicher sagen, …

Dabei fing die Woche gut an.

  • An einem Tag in den Sommerferien und zum Erntedank im September werde ich mit Spinnrad und Wolle in das Volkskundemuseum Wyhra fahren. Wie ich mich freue! Der Leiter des Museums erzählte mir, dass es auch gleichmal einen Holzschuh-Wettlauf über den gepflasterten Hof gibt. Na, da mach ich doch mit.
  • Wenn wieder Straßenfest in der Karl-Heine-Straße im Leipziger Westen ist, dann werde ich dort zu finden sein.
  • Reichtum steht bei mir nicht an der Tür in der nächsten Zeit, aber Vereine unterstützen, das kann ich immer. Nicht alleine vor sich hin dröseln, Geselligkeit bieten, und Nachdenkliches, miteinander streiten, Geschichte erlebar machen, Nachhaltigkeit leben, das halte ich für gut und richtig. Warum? Weil man etwas gestalten kann. Im Kleinen zwar, aber immerhin. Dabei halte ich das Schwätzchen über den Gartenzaun für genauso wichtig wie das tägliche Zeitung lesen. Meine Zeichnung von oben ist jetzt auf der Website eines Leipziger Gartenvereins (da wird gerade noch ein bissl gebastelt).
    Mir fällt gerade auf, dass es nun doch kein ganz kitschiger „Frühling“ geworden ist. Es ist gut, zur Schippe zu greifen und etwas zu pflanzen.

 

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