Der Flachs. „Schnipp-Schnapp-Schnurre, Basselurre. Aus ist das Lied!“

LeinsamenIch habe zwar heute Leinsamen gekauft, den Samen des Flachses,  aber über Verdauungsstörungen habe ich nichts zu schreiben. Keine Sorge!
Der Direktor vom Volkskundemuseum in Wyhra hat mir erzählt, dass der dortige Hausmeister ein kleines Flachsfeld angelegt hat, einfach um den großen und kleinen Besuchern zu zeigen, wie die Pflanze aussieht, aus dessen Stroh das Gold gesponnen werden soll im Märchen. Schön blühen soll sie. Vielleicht kann ich das bald sehen, denn heute habe ich etwas Flachs in einem Blumenkübel ausgesät und bald gibt es ein klitzekleines Flachsbeet im Gastgarten.

Eine komische Überschrift habe ich heute. Stimmts?
„Schnipp-Schnapp-Schnurre, Basselurre. Aus ist das Lied!“, so singt der Zaunstecken in Hans Christian Andersens Märchen „Der Flachs“. Ein schönes Märchen, denn es beschreibt, wie der Flachs wächst, wie die Fasern gewonnen, gesponnen und verwebt wurden, wie aus dem gealterten Stoff Papier entsteht und dieses schließlich mit so hoher Flamme verbrennt wie der Flach seine blauen Blüten nie hätte hochrecken können.
„Schnipp-Schnapp-Schnurre, Basselurre. Aus ist das Lied!“, singen die Kinder als das Papier verbrennt.
„Das Lied ist nie aus!“, sagen die kleinen unsichtbaren Teilchen, die das Papier zurückgelassen hat. Und das sei das Schönste am Ganzen.

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