Ist die Schlehe weiß wie Schnee, ist’s Zeit, daß man die Gerste säe.

Schlehenbluete

Heute morgen war der Nebel noch dichter als gestern. Waschküche könnte man sagen. Ich war noch am Hadern über die geklaute Stunde bei der Zeitumstellung auf Sommerzeit als es plötzlich aufklarte. Mein Sohn meinte, dass wir heute einen Spaziergang nicht verpassen dürfen. Ich wollte sowieso mal nach meinen Schlehen sehen und so sind wir los, bei herrlichsten Sonnenschein. Wenn die Blüten des Schlehdorns zahlreich sind, so soll es eine reiche Ernte geben, sagen die Bauern.

Die Schlehen blühen März bis April, noch ehe die Blätter des Strauches treiben. Dadurch sind sie gut vom Weißdorn zu unterscheiden. Herrlich sieht es aus, wenn die Hecken in voller Blüte stehen. Und wie das duftet! Für die Insekten ist die Schlehenblüte ein Fest. Und für mich gleichermaßen, denn ich liebe die Schlehen sehr, die Blüten, die Früchte, die Rinde, aus der man mit Kindern eine Tinte herstellen kann.
Die Volksmedizin sagt, dass man das ganze Jahr von Fieber gefeit ist, wenn man im Frühjahr drei Blüten der Schlehe ißt. Ob das so ist, weiß ich nicht, aber ich wollte einfach wissen, wie sie schmecken. Die Blüten, aber auch die Rinde und die Früchte der Schlehe wirken zusammenziehend, harntreibend, schwach abführend, fiebersenkend, magenstärkend und entzündungshemmend. Morgen werde ich Blüten sammeln, einen Tee aus frischen Blüten probieren und kraftspendendes Schlehenelixier ansetzen.

Schlehenhecke in den Schönauer Lachen

Comments are closed.

%d Bloggern gefällt das: