Die Wolle hat mich wieder fest im Griff. Ach, wenn doch ab und zu die Zeit rückwärts laufen wurde.

Wollkorb und Handkarden
Wollkorb und Handkarde

Wenn die Zeit rückwärts laufen könnte, hätte ich dann mehr Zeit? Oder könnte ich wenigstens nochmal ordentlich Anlauf nehmen, wenn ich schon mal gemerkt habe, dass es klemmt?
Nein, ich bin nicht verrückt geworden. Ich hatte nur einen Film gesehen über die Zeit, über die mögliche Entstehung unseres Universums und über sein eventuelles Ende. Letzteres klingt dramatisch, ist es aber vielleicht gar nicht. Und es ist auch kein Ende, weil die Zeit ja vielleicht doch rückwärts … Nein, ich hör jetzt lieber auf zu spinnen.

Meine Zeit ist gerade verdammt knapp.
Die Lammwolle vom vergangenem Jahr ist zwar kardiert, verschiedene Garnsorten sind entstanden, fotografiert, beschrieben, Schätze von meiner Kräuterwiese liegen fein säuberlich zum Trocknen verstaut. Das schöne Wetter hat mich nach draußen gezogen. Und soll ich mal was sagen? Ich habe das Elektrofahrrad ignoriert, habe meinen alten Tretesel wieder aufgemöbelt und geputzt, und bin losgegurkt.
Trotzdem liegt ein Buch herum, welches gelesen werden will, an meinem Blog müsste noch so einiges getan werden, andere Blogs besuchen ist selten im Moment und mancheiner wartet schon ewig auf die versprochene Mail oder einen Anruf.

Mein neues Garn habe ich übrigens „Kekskrümel“ genannt. Das gefällt mir besser als „zweifach verzwirnte Ederschaf-Milchschaf-Mischung mit durch mehrfaches rückwärts Laufenlassen des Fadens entstandene Noppen“. Rückwärts? Was, zum Kuckuck, habe ich bloß gerade damit? 😀

 

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