Eine (fast) vergessene Pflanze, die nicht nur für Schafe ein Leckerbissen ist.

Die Blätter einer fast vergessenen Pflanze
Ich zeichne wieder! Die Blätter einer fast vergessenen Pflanze.

Das Brombeerkörbchen habe ich auch noch mit, wenn ich auf meine Kräuterwiese gehe. Aber das Pflanzenbestimmungsbuch, welches mich seit der Zeit begleitet, da ich ein Herbarium in der Abiturzeit anlegen musste, das habe ich garantiert im Rucksack. Ich finde nämlich immer wieder Pflanzen, die ich nicht kenne. Manchmal stehe ich auch da und überlege: „Die hast du schon gesehen, aber wie hieß die doch gleich?“
Dann setze ich mich auf die Wiese, krame mein Buch aus dem Rucksack und bin froh über diese Erinnerungshilfe. Mein Vater hat damals mein Herbarium weiter geführt. Ich weiß allerdings nicht, wo es hin gekommen ist. Schade.

Ich bin also viel unterwegs, und wenn ich mein Mückentötolin mal wieder vergessen habe, hab ich es auch schon mal verdammt eilig. Bloß gut, dass ich so ziemlich alleine bin in den Schönauer Lachen. Mit nasser Hose bis zur Wade (die Wiese ist sehr nass im Moment, eigentlich wie es sich für eine Lache gehört), mit dreckigen Händen und zerzausten Haaren bin ich garantiert keine Großstadtzierde. Aber gut geht es mir!

Bei einem meiner Ausflüge habe ich eine Pflanze entdeckt, die eigentlich ein bissel vergessen wurde. Bis in die Mitte des 18. Jahrhundert hinein galt sie als Grundnahrungsmittel. Dann wurde sie abgelöst durch Karotte und Kartoffel. Es reizt mich, diese Pflanze zu zeichnen, und wenn ich zurück bin von meinen Wiesenwanderungen, arbeite ich auch daran. Gezeichnet hab ich ein ganzes Weilchen nicht. Irgendwie hatte sich eine Nullbock-Stimmung breitgemacht. Jetzt ist der Griffel wieder ausgepackt, und wenn ich meine Pflanze fertig habe, werde ich sie zeigen und von ihr erzählen.

 

 

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