Aus dem Bauerngarten. Kräuter, Basilikumöl und ganz viele Ideen und Anregungen.

Bauerngarten im Völkerkundemuseum in Whyra
Bauerngarten im Völkerkundemuseum in Whyra

Ist das nicht ein herrlicher Ausblick? Über meinen zu Hause kann ich mich nicht beklagen, aber dieser Fensterblick auf den Garten beruhigt Augen und Seele ungemein. Mein Garten ist es nicht, aber man kann ihn sehen und besuchen. Er gehört zum  Völkerkundemuseum in Wyhra. Der Bauerngarten ist mit so viel Liebe und Hingabe gepflegt. Man muss kein Gärtner sein, um das zu sehen und genießen zu können.

Ich bin sehr froh, dass ich in Wyhra war. Man braucht immer Anregungen, neue Impulse, Zuversicht, Mut. Und das alles bekommt man, wenn man nach den Orten sucht, nach denen man schon Sehnsüchte entwickelt hat. Wenn man dann noch Menschen trifft, die ähnliche Interessen haben und mit denen man locker und entspannt Gedanken austauschen kann, dann ist das eine große Bereicherung.
(Danke, Herr Dr. Ketzer für die Führung durch das Museum und die vielen Ideen, die ich mitnehmen konnte. Vielleicht kann ich etwas davon zurückgeben.)

Mit der Wolle hat es angefangen, und nun hat es mich gepackt, vieles selber zu machen, altes Wissen zu erproben und weiter zu geben. Kräutertee, Kräuteröle, Fruchtessig, Seife, das sind nur einige Dinge, die mich umtreiben. Oder sagen wir mal besser „wieder umtreiben“. In der letzten Zeit gab es schon einige Dinge, die mich ein bissel ausgebremst haben, in der Familie und in meinem gesellschaftlichen Umfeld. Es gab aber auch viele schöne Momente, anregenden Gespräche, Zukunftsvisionen. Den Faden nehme ich einfach auf und spinne ihn weiter, nicht nur für mich.

Einen Garten habe ich nicht, aber ein breites Wohnzimmerfensterbrett zum Balkon. Dort wächst Basilikum. Und nun hatte mich einfach die Lust gepackt, mir ein Basilkumöl herzustellen. Das ist ganz einfach. Wollt ihr mal mitkommen in meine Küche?

Basilikumöl

Wir brauchen: frisches Basilikum, ein mildes Olivenöl, ein Töpfchen, eine Flasche für den Ölansatz.

So wird das Basilikumöl gemacht:

  • Das Basilikum wird angedrückt, damit es sein volles Aroma entfalten kann, und in eine Flasche oder in ein Glas getan.
  • In einem Töpfchen wird das Olivenöl vorsichtig auf 40 °C erwärmt.
  • Das Öl wird in das Gefäß mit dem Basilikum gefüllt.
  • Verschlossen muss das Öl nun 4 – 6 Wochen ruhen und reifen.

Verwendung: Das Öl eignet sich hervorragend zu Würzen von Suppen, Saucen und Salaten.

Tipp: Wenn man das Basilikumöl nicht sofort oder zügig verbraucht, sollte man das Kraut entfernen, denn es wird nach einigen Wochen „schlunzig“. Gefiltert hält sich das Öl ein Jahr.

 

Ich bin schon wieder in Eile. 😀 Genießt die vielleicht letzten richtig warmen Stunden oder Tage in diesem Jahr, vielleicht in einem Bauerngarten.

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