Weihnachtsfilzen im Volkskundemuseum Wyhra

Weihnachtsfilzen mit Kindern und Großen
Weihnachtsfilzen mit Kindern und Großen

Ich habe nur ein Foto, das jemand mit dem Handy gemacht hat und mir zukommen ließ. Fotofrafieren konnte ich nicht, weil ich alle Hände voll zu tun hatte.

Schön war es, in der Scheune des Volkskundemuseums in Wyhra. Meine derben Leinenklamotten und die Pellerine aus Schafwolle haben mich schön warm gehalten, ebenso meine Schafwollsocken. Nur, als wir dann am Abend „meinen Kramladen“zum Auto trugen, war mir plötzlich hundekalt. Bestimmt lag es auch daran, dass die ganze Anspannung von mir abfiel. Ach, ich glaube, ich durfte auch ein bissel müde sein.

Wisst ihr, wie schön ein altes Bauernhaus aussieht, wenn es weihnachtlich geschmückt ist, wenn die Fenster erleuchtet sind, auf dem Hof ein großer, schöner Tannenbaum steht und die Feuerwehr für ein kleines Feuerchen zum Aufwärmen gesorgt hat? Es war ein kleiner, besonderer Weihnachtsmarkt, wo es keine hektische Geschäftigkeit gibt, wie auf denen in den großen Städten.
Die Kinder waren wieder herrlich. Aufgeweckte Jungen und Mädchen schnatterten um die Wette, waren ganz geschickt, im Umgang mit der Filznadel. Manchmal mussten die Großen mit helfen und es schien fast so, dass sie ganz gerne mal mit auf der Bank in der Scheune saßen. Ein ganz kleines Stück bin ich meinem Traum von „Weihnachten im Schafstall“ nahe gewesen, auch wenn es in Wyhra keine Schafe mehr gibt, nur noch Wolle.

Die Rückfahrt am Abend durch den Landkreis Leipzig habe ich sehr genossen, denn die Fahrt ging durch hübsche, kleine Dörfer. Manchmal wurde die Straße eng und verwinkelt, aber genau das macht manchmal die Gemütlichekeit aus. Manchmal wünsche ich mir, durch die erleuchtenden Fenster der Bauernhäuser in die Stuben blicken zu können, aber so etwas darf man nur im Volkskundemuseum.

(Ich bin gleich wieder unterwegs, fahre in die Markranstädter Werkstätten.)

Comments are closed.