Ich freu mich, denn ich habe ganz lieben Besuch.

das NichtsFrüher habe ich immer beim Telefonieren gekritzelt, oder im Mathematikunterricht an den Heftrand. Letzteres brachte mir immer argen Ärger ein, ungerechtfertigten. Auch heute gibt es manchmal „Wartezeiten“, in denen nach Herzenslust gekritzelt werden kann und muss, denn es bringt Ruhe, macht den Kopf frei.
Nein, einen tieferen Sinn hat das Ergebnis keinen. Ich deute auch keinen hinein. Es ist einfach so etwas entstanden. Formen, Farben, Pinsel, Stift und mein allerliebstes Grafikprogramm – mehr braucht es nicht. Manchmal mache ich die Datei einige Tage später wieder auf und werkele weiter, zeichne darüber, verändere. Auch diese Datei lasse ich mitten auf dem Schreibtisch liegen. Sie wird noch gebraucht.

Meine jüngste Tochter ist seit gestern Abend bei mir zu Besuch. Sie musste aus dem Norden nach Leipzig kommen, um die Unterlagen für ihre Abschlussarbeit an der Uni abzuholen. Heute Abend fährt sie schon wieder, denn morgen beginnt ihr Praktikum, ganz oben im Norden der Republik natürlich. Sie freut sich sehr und so ist das für mich auch in Ordnung.
Viel Zeit bleibt uns nicht, aber ich freue mich über jede Minute, die wir verbringen können. Ich werde sie zum Bahnhof begleiten.

Der Tag heute gehört meinem Kind.
Und morgen bestelle ich dann alles, was ich für kommende Veranstaltungen brauche, Filznadeln für die eine, Flachs für die andere. Während der Vorbereitung auf die beiden Veranstaltungen findet sich bestimmt wieder Zeit für das „Kritzeln zwischendurch“.

 

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