Sauerteig.

Sauerteig ansetzen
Mehl – Wasser – Geduld

Besser a Brot em Sack, als a Feder uf em Huat.
(schwäbisches Sprichwort)

Das Sprichwort, und auch noch eines aus dem Ländle, passt doch gerade wie der Arsch auf den Eimer! 😀
Ich habe heute aus Mehl und Wasser nach Mias Buchgeschenk Sauerteig angesetzt. Man braucht nicht viel dazu, nur Mehl, Wasser und jede Menge Geduld. Die werde ich haben. (Wie es mit dem Sauerteig weiter geht, werde ich berichten.)

Ich mag es, Brot selber zu backen. Wenn der Duft nach frischen Brot durch die Wohnung zieht, dann habe ich kein Verlangen nach Braten und Wurst, sondern nur nach dem Brot.
Diesmal werde ich ohne Fertigmehl oder-teig auskommen und auch kein künstliches Triebmittel wie Hefe verwenden. Ich möchte Brot backen wie es unsere Vorfahren auch schon getan haben. Es kann sein, dass mir das beim ersten Mal nicht so gut gelingen wird, aber ich habe ja für meine Brotbackversuche noch jede Menge Zeit im Leben.

Warum ich das tue, wo doch das Brot nicht die Welt kostet, das vom Vortag sogar nur die Hälfte?

Eine Zeit lang habe ich mir einen gemauerten Backofen gewünscht. Brot wollte ich backen. Draußen. Und wer mich besucht, bekommt frisches Brot mit Gänsefett oder Butter mit Schnittlauch. Ich hatte sogar eine Bauanleitung aufgetrieben, um einen Backofen selber mauern zu können. Ich habe aber nur öffentliches Draußen und mit dem Feuermachen in der Stadt gäbe es sicher auch ein Problem. Trotzdem werfe ich die Anleitung nicht weg. Man weiß ja nie.

Brot selber zu backen hat für mich so etwas wie ein Stück Unabhängigkeit, Freiheit. Wenn’s gut wird, dann kann es die Fettbemmchen oder so geben, auf dem Balkon, nicht neben dem Backofen. Ich glaube, so war es gemeint, ein Stück Traum ganz real unter aktuellen Gegebenheiten umsetzen.

Mit Hutblumen oder Federschmuck sieht es gerade schlecht aus, aber „a Brot em Sack“ habe ich. Und genau das macht mich reich.

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