Spinnen und zur Ruhe kommen.

 

Regen, Pfützen, Nässe und Kälte

Schmuddelwetter.
Was macht man an einem solchen Tag? Die Wolle der Gotlandschafe spinnen!

Es tröstete mich heute auch nicht, dass der Regenschirm da unten im Hof zu meinen Alpenveilchen auf dem Fensterbrett zu passen schien. Sonst muss ich immer grinsen, wenn ich so etwas sehe. Heute habe ich es lediglich „zur Kenntnis genommen“. Blicke aus dem Fenster habe ich mir dann erspart. Es wird sich heute nichts ändern da draußen. Gut, setze ich mich eben mit dem Spinnrad in die warme Küche.

Wie die Gotlandwolle duftet! Ab und zu nehme ich etwas davon in beide Hände und stecke die Nase in die Wolle wie beim Schäfchen in den Pelz. Herrlich! Das Spinnrad surrt, die weiche Wolle gleitet langsam und ganz sanft durch die Hände. Sie spinnt sich hervorragend, fast von alleine. Es ist noch viel Lanolin in der Wolle. Es tut den Händen gut. Wie die Gotlandwolle  glänzt und wie geschmeidig sie ist.
Jetzt, genau jetzt überkommt mich die Ruhe, die ich brauche und die so gut tut. Man kann seine Gedanken ganz gut sortieren und jede Menge Problemlösungen finden. Dass neben meinem Spinnrad immer Zettel und Stift liegen, habe ich ja schon erzählt.

Als ob es doch so etwas wie Gedankenübertragung gibt, bekam ich in diesen Momenten eine Mail von den Steinbachs, den Spendern der Gotlandwolle. Sie laden mich ein, Ostern sie und ihre Gotlandschafe zu besuchen. Oh, das würde ich gerne tun, aber Ostern steht bei mir ein besonderes Ereignis ins Haus. Ich bekomme Besuch und kann nicht weg. Die Fahrt ins Leipziger Land, zu den Steinbachs und den Gotland-Pelzschafen, werde ich an einem anderen Tag nachholen. Ich werde gerne fahren, möchte die Steinbachs unbedingt kennenlernen und natürlich auch die Lämmer anschauen. Ich freue mich riesig.

Mit dem Spinnrad wird Gotlandwolle gesponnen, Wolle von den Gotland-Pelzschafen.

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