Zeichnen mit dem Zeichengriffel und dem Grafiktablett. Meine gezeichnete Wiese, Teil 2.

Oh, zeichnen, das mache ich schon sehr lange. Mit Stift und Papier eher weniger. So mache ich meine Skizzen, über die Form von Bäumen zum Beispiel. Zeichnen passiert bei mir mit dem „Zeichengriffel“ und einem Grafiktablett in die Rechner-Dateien. Angefangen habe ich mit einem Klopper von Maus und dem Grafikprogramm FreeHand in der Version 3 oder so. Schade, den popligen Firmenrechner mit diesem Programm hätte ich aufheben sollen. Er wäre mir Mahnung gewesen, wenn es mal wieder nicht so geht wie ich es mir denke, würde Schimpfereien auf die jetzige Technik verhindern. Ich kann da leider manchmal sehr unfein sein.

Immer, wenn der Firmen-Rechner mal ungenutzt war, damals, habe ich mich drangehockt. „Na, spielst du wieder!“ Das bekam ich verdammt oft zu hören, nie als Frage. Vielleicht hat mich das um so sturer gemacht.
„Das ist kein richtiges Zeichnen! Dazu braucht man Stift und Papier.“ Das ist auch so was, was mir immer mal vor den Latz gedonnert wird, auch jetzt noch und komischerweise von Leuten, die selber nicht viel zu zeigen haben.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist zeichnen mit dem Grafiktablett schon, aber man kann genauso Formen entwickeln, Straffuren nutzen, Licht und Schatten einsetzen, die Fläche einteilen. Oh nein, es ist nicht so, dass der Rechner alles abnimmt. Man muss es ihm schon alles sagen, was man will, muss vorher genau geplant haben, seine Skizzen nutzen. Dann muss man nur noch die Dateigröße bestimmen, Print oder Web planen, Farbmanagement festlegen und üben, üben, üben. Den Schnickschnack mancher Grafikprogramme brauche ich nicht.

Heute hatte ich Bäume zu zeichnen.  Da kann man nicht viel falsch machen, sagte mal jemand. Das denke ich nun gar nicht. Wenn man einen Baum fotografiert, geht das ganz schnell. Klack, und man sieht jedes Blatt. Beim Zeichnen ist das anders. Wenn ich nicht gerade die Raupe auf dem Blatt zeichnen will, werde ich mich hüten, einzelne Blätter zeichnen zu wollen.
Ich kucke gerne, wie andere das machen, Paul Klee zum Beispiel. Hier habe ich mal geübt, nach Pauls Vorbild.

Ihr werdet es nicht glauben, gerade Paul Klee hat mir jede Menge Anregungen gegeben, den eigenen Stiefel zu finden.
Rembrand hat beim Malen und Zeichnen übrigens eine ganz eigene Methode gehabt. Er hat sich nicht auf einzelne Blätter konzentriert. Er hat Licht und Schatten, Hell und Dunkel wahrgenommen und genau das gezeichnet.

Na, sei es drum.
Meine Wollprojekte mache ich natürlich auch noch weiter, aber ich freue mich, dass ich mich am Kragen genommen und das Grafiktablett wieder aus der Schublade geholt habe. Meine Wiese bekam also Bäume, nur Zweie. In Wirklichkeit sind da viele Bäume, Obstbäume. Ich gehe mit der Inch auf eine Streuobstwiese am Sonnabend. Und was wir da machen wollen, das zeichne ich noch. 🙂

zeichnen mit dem Grafiktablett: Wiese mit Obstbäumen
Wiese mit Obstbäumen

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