Alte Handwerkskünste. Auf der Streuobstwiese, Teil 3.

Alte Handwerkskünste: das Dengeln.
Alte Handwerkskünste: das Dengeln.

Dass mich alte Handwerkskünste begeistern, ist wahrscheinlich bekannt. Schließlich gehören Spinnen und Filzen auch dazu, genauso wie Salz und Seife sieden, Wolle färben und anderes. Clara meinte irgendwann, dass ich wahrscheinlich gerne im Mittelalter gelebt hätte. Oh, nein, das nun nicht. Die rauhen Sitten und das harte Leben hätte ich Sensibelchen bestimmt nicht lange durchgehalten. Aber vieles ausprobieren oder wissen, was damals schon bekannt war, möchte ich schon. Es begeistert mich immer wieder, wie mit wenigen Mitteln und aber viel Geschick gewerkelt wurde. Auch möchte ich, dass alte Handwerkskünste nicht in Vergessenheit geraten.

Wenn wir Glück haben, zeigt man uns am Sonnabend, wie eine Sense gedengelt wird. Mit kurzen, harten Schlägen auf die Schnittkante kann man die Dellen aus dem Stahl schlagen.
„Du kannst noch so lange dengeln,“ sagte meine Mutter immer, wenn ich wiedermal besonders ungeduldig war und von einem Bein auf’s andere hüpfte, „es geht trotzdem nicht schneller. Also gib Ruhe!“
Klar, wenn meine Ungeduld hörbar gewesen wäre, dann so: „Deng, deng, deng.“

Und morgen verrate ich, was wir nun wirklich auf der Streuobstwiese machen werden. Einmal zeichne ich noch. 🙂

Comments are closed.

%d Bloggern gefällt das: