Redewendungen. Nur mal so, fix nebenbei und zwischendurch.

wie zwei unterschiedliche Gießkannen im Garten an Redewendungen erinnern
ein Foto und die Redewendungen – mit allen Sinnen erfassen

Glücklich ist,
wer in jedem Lebensalter über die Möglichkeit verfügt,
die seinen Fähigkeiten entsprechen.
Henriette Wilhelmine Hanke (1785 -1862) –

oder aber auch:

Knochen kauen sollen nur Hunde mit Zähnen.
(ungarisches Sprichwort)
————————-

Redewendungen! Meine Mutter hatte anno dunnemals immer welche auf Lager, die ich damals fast immer mit genervten Augenrollen kommentierte. Natürlich war ich bemüht, dass sie es nicht bemerkt, weil das die nächste Tirade ausgelöst hätte. So ist das, irgendwie findet man sich später in den Fußstapfen seiner Vorfahren durchaus wieder.

Gestern habe ich meine Geschichte von der Paula wieder bekommen von meiner ach so gestrengen Lektorin. Ach, Herrje! Das Herz rutschte mir gleich sonst wohin. Mit anderen Worten: Nacharbeit. Die Geschichte ist einfach noch nicht fertig. Nun gibt es immer zwei Möglichkeiten. Die erste ist, dass man das Papier zusammenrollt und sich gezwungen lustig pfeifend davontrollt. Die andere ist, sich wieder auf den Hosenarsch zu setzen und weiter zu rackern.

Ich gehe jetzt erstmal einen Balkonkasten kaufen und pflanze meine Pflanzen hinein, die mir meine ehemalige Kollegin mitgebracht hat und die sich prächtig entwickelt haben. Dabei kann ich über einen Sonnenschutz nachdenken für mein Plätzchen auf dem Balkon, eine Lösung suchen, die sich mit dem Katzennetz verträgt.
Und dann wird Kaffee gekocht, der Bleistift gespitzt, die Ohren zugeklappt.

—————————————

Ratet mal, welche Gießkanne die Meine ist?
Und für all die, die gerne trösten: Es geht mir wildrosenrosahimmelblau gut, auch wenn die Haare etwas grauer werden und die Kannen etwas kleiner. Ich fand das Bild interessant und mit Redewendungen habe ich es ja sowieso. 😀

18 Kommentare zu “Redewendungen. Nur mal so, fix nebenbei und zwischendurch.

  1. Liebe Gudrun,
    deine Wortkreation ist wundervoll: „Wildrosenrosahimmelblau“ , das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen! 🙂
    Ich freue mich, dass es Dir so gut geht!
    Mein Haare werden auch immer grauer, aber seit ich sie nicht mehr färbe geht es mir sehr gut damit, ich finde es so wie es ist einfach stimmig!
    Wer Deinen Text bis zum Ende gelesen hat, weiß ja auch, dass die kleinere der beiden Gießkannen die Deine ist.
    Ich wünsche Dir gute Ideen und viel Kreativität beim Überarbeiten der Geschichte, aber beides zählt ja sowieso zu Deinen Begabungen!
    Sei herzlich gegrüßt von:
    Beate

    1. Oh, es wird noch so einiges zu arbeiten sein, aber jetzt wird nicht mehr gekniffen. Ich hatte jetzt arge Zweifel, aber auch gute Hinweise. Also werde ich mal weiter machen.
      Ach ja, die grauen Haare! Ich habe mir eine Weile die Haarfarbe und die Frisuren anderer Frauen angesehen. Jetzt färbe ich nicht mehr und fühle mich richtig wohl. Ich denke, jung bleiben spielt sich vor allem im Kopf ab, nicht obendrauf.
      Liebe Beate, streichele mal „meine“Briska. Ich grüße dich herzlich.

  2. Ich bin ganz sicher, dass du dich für die zweite Möglichkeit entscheidest, liebe Gudrun. Denn wenn deine Lektorin so sorgfältig und kritisch redigiert, dann heisst das, dass deine Geschichte gut ist. 😉
    Die kleinere Gießkanne ist deine, mal so ins Blaue getippt. 🙂
    ♥liche Grüße!

  3. Ja ja, liebe Gudrun, die Fußstapfen in die man so Jahre später selbst hineinstapft. Heute weiß ich, dass man das Augenrollen der Kiddies sogar durch Wände sehen kann … 😉 Da war Deine Mutter wohl sehr nachsichtig mit Dir!

    Schön zu lesen, dass es Dir sommerfarbenfroh gut geht. Gieße Deine Pflanzen und Deine Ideen mal schön mit der kleinen blauen Kanne und viel Liebe, damit sie weiter so gut gedeihen.

    Lieben Gruß
    Eva

    1. Ohhhhh, meine Mutter war gar nicht nachsichtig. Ich habe bloß hart am Pokerface gearbeitet. 🙂 Das war schwerstarbeit.
      Liebe Grüße an dich, liebe Eva.

  4. Auch ich tippe natürlich auf die kleine blaue Kanne – obwohl – in deinem Wildgarten könnte man die große gut gebrauchen. Schön, dass es dir gut geht. Die Wortschöpfung ist klasse.

    1. Oh ja, der Wildgarten! Am liebsten wäre mir ein Fluss daneben, aber so ist es leider nicht. ( Auf meinem Balkon habe ich es da leichter. 🙂 )

  5. Auch aus kleinen Kannen kommt Wasser, man muss nur öfter zum Wasserhahn laufen. Die große mag dekorativer sein, ist aber auch schwerer zu händeln.
    Ich habe mir eben einen Cappuccino mit auf mein Zimmer genommen und nutze die Wartezeit bis zur nächsten Anwendung (Knie Hüfte trocken=Übungen mit dem Flexiball oder wie immunisiert großen Bälle heißen, auf denen man auch sitzen kann) um eine schnelle Blogrunde zu drehen. Um die Mittagszeit ist das Wlan einigermaßen stabil.
    Genieße auch Du Deinen Kaffee.
    Liebe Grüße,
    Elvira

    1. Nachtrag: Beim Lesen der ersten Redewendung dachte ich zunächst an „Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu ändern ist „. Hier wird nach der umgekehrten Maxime therapiert. Vergessenes wird hervorgekramt, obwohl auch da meistens nichts mehr zu ändern ist.

      1. Meine Tochter hat mir ein Buch gegeben, was sie im Studium brauchte und nun weiter gegeben werden kann. „Das Frauenbild im 18. Jahrhundert“ heißt es. Es ist noch gar nicht so lange her. Ehrlich, ich habe mir nie einen Kopf gemacht, aber das was ich da las, hat mich recht betroffen gemacht. Ob ich da mal drüber schreibe?
        Seit dem sammele ich Frauenmeinungen aller Art. 🙂 So habe ich auch die Hanke gefunden.

    2. Stimmt, man muss ein bissel öfter laufen, aber das ist in Ordnung. Besser als schwer heben und rennen muss ich ja nicht.
      Ich freue mich für dich, dass du gut behandelt wirst, liebe Elvira. Es ist einfach an der Zeit.
      Meine Kaffee genieße ich, wenn ich nicht gerade mal wieder welchen ohne Koffein kaufe.
      Liebe Grüße zu dir. Ich werde dir schreiben und mittags, wenn das WLan da ist, kannst du es lesen. 🙂
      Liebe Grüße

  6. ich bin für die Blaue.
    Ja die Sprichwörter unsere Eltern, lach,
    da geht mir auch manchmal was durch den Kopf.
    Oha, nun musst du das Buch noch einmal durcharbeiten.
    Aber es ist zu seinem Besten.
    deine Bärbel

    1. Siehste! jetzt fällt uns das wieder ein. 🙂
      Oh ja, ich muss nochmal ran. Die Geschichte ist noch nicht fertig. Ich bin wirklich froh, dass ich gute Hinweise bekommen habe. Das ist schon fast Gold wert. 🙂
      Liebe Bärbel,
      ich schicke dir ganz liebe Grüße.

Comments are closed.