Spinnradgeschichten in der Bibliothek im Kiez.

Spinnradgeschichten in der Bibliothek in GrünauDie Spinnradgeschichten in der Bibliothek in Grünau sind gelaufen. Gestern konnte ich nichts mehr schreiben, weil ich viel zu müde war. Wie immer, wenn die Anspannung abfällt.

Diesmal bin ich nicht weit „gereist“, ich war im Kiez geblieben. Und genau das hat mir sehr gefallen, denn in dem Stadtteil bin ich zu Hause und irgendwie ist es auch schön, wenn ich hier etwas tun kann.
An der Stelle, danke an mein Helferlein für die Transporthilfe.

Gut war’s. Es gab viele Fragen, viel Interesse. Spinnradgeschichten, das sind auch Märchen. Und dafür habe ich mir schon mal den Überwurf drübergezogen, trotz Hitze.
Gestern habe ich mal wieder gemerkt, wie wichtig andere Menschen sind, wie wichtig Kontakt und Austausch mit ihnen ist. Ich glaube, ich habe gestern neue Freunde gewonnen.
Bisher habe ich das Gebiet, wo ich wohne, immer als Stadtviertel bezeichnet. Die Bezeichnung  Kiez empfinde ich liebevoller, lebhafter und vielleicht wird es hier noch so etwas, für mich und andere.

Ich würde es übrigens sehr bedauern, wenn der Sparwahn mal wieder gewinnt und die Bibliothek in Grünau Mitte geschlossen wird. Pläne dazu geisterten wohl schon mal herum.  Viele gesellschaftliche Zentren gibt es ja nun hier wirklich nicht. Die „Bibo“ ist eines und ich würde eher über den Ausbau nachdenken als über Schließung. Eine Leseecke draußen fände ich zum Beispiel gut, überhaupt ein Lesekaffee. Ich komme auch öfter und koche ehrenamtlich Kaffee.

Ruhe kehrt nicht bei mir ein:

  • zwei weitere Veranstaltungen muss ich vorbereiten,
  • die „Paula“ muss ihre Wolle wiederbekommen,
  • in „iBooks Author“ muss ich mich wieder einarbeiten und ein iBook fertigstellen,
  • ein Kalender aus meinen Zeichnungen soll entstehen, einer, wo man auch mal lachen kann,

Es liegt noch mehr auf meinem Schreibtisch und im Wollkorb. Die Spinnradgeschichten gestern haben mir einen ordentlichen Schupser verpasst. 🙂

 

 

 

31 Kommentare zu “Spinnradgeschichten in der Bibliothek im Kiez.

  1. Das mit Kontakten ist auch immer so mein Problem, weil ich ja eher zurückhaltend bin und mich lieber verkrieche. Ist aber nicht sehr gesund … seufz. Kaffee trinken und nebenbei lesen finde ich super. Tolle Idee.
    Liebe Grüße Linda

    1. Ach, liebe Linda, ich habe immer mit Menschen gearbeitet und es fehlt mir jetzt sehr. So gerne ich auch mal an meinem Schreibtisch sitze, so sehr fehlt mir aber Arbeit im Team und die Gemeinschaft. Ich muss also die Gemeinschaft suchen, die Einsamkeit macht mich krank.
      Herzliche Grüße zu dir.

  2. Ach Mensch, das liest sich richtig gut, alles hier!
    Ich finde es wunderbar, wie Du Deine Begabungen auslebst ubd damit Dich und vieke andere Menscgen bereicherst!
    Viel Freude bei all Deinem Tun wünsche ich Dir.
    Es grüßt Dich herzlich : Beate
    P.S.: Die Idee mir dem Lesekaffee finde ich klasse!

    1. Liebe Beate,
      danke für’s Lob. Ich werde mich auch weiter bemühen. Auf alle Fälle ist es spannend. 🙂
      Liebe Grüße an dich.

  3. Ich war dabei, und trotz abklingender, aber noch weiter qualender Hitzeperiode hat mir Spass gemacht zu zuhören. Die Idee von Lesekaffee finde ich sehr-sehr toll, wir sehnen uns schon lange nach sowas in der Art hier in der „Kiez“. Was sollen wir tun dafür? Unterschriften sammeln oder direkt zum Oberbürger Jung gehen? Wo sitzt die Schraube? Oder wie sagt man das? Ich brauche noch Unterricht!
    Liebe Grüsse, Marta (ohne „h“)

    1. Liebe Marta,
      vielleicht sollten wir mal eine „Spinnstunde“ der besonderen Art abhalten, den Stand der Dinge erfahren und überlegen, was man machen kann. Ich wäre dann auch durchaus bereit, mich zur Bürgermeistersprechstunde anzumelden. 🙂
      Liebe Grüße

    1. Liebe Chinomso,
      ich wünschte mir, ich wäre mutiger. Manchmal bin ich von einer Sache so überzeugt und wage es trotzdem nicht, etwas zu sagen oder tun. Das ist vor allem so, wo es ganz allein um meine eigenen Interessen geht. Oder sagen wir mal so: Ich muss viel mutiger werden. Und schön ist es, wenn man darin bestärkt wird.
      Liebe Grüße an dich.

  4. Meine liebe Gudrun,
    dass du kaputt warst, kann ich mir lebhaft vorstellen.
    Aber neue Freunde, das ist ja wunderbar.
    Der Abend war ein voller Erfolg, das hoffte ich für dich.
    Der Bücherei droht die Schließung, das ist mies.
    Aber du hast neue Ziele, die auf dich warten.
    Oh, oh, erst einmal abschalten.
    deine Bärbel

    1. Oh ja, es war gut und schön. 🙂 Es war aber auch eine dufte Truppe zusammengekommen.
      Viel Zeit zum Ausspannen habe ich nicht, aber ein bissel nehme ich mir.
      Liebe Grüße an dich.
      Heute Abend werde ich mich mal wieder durch Bloghausen bewegen. 🙂

    1. Ach ja, der Attila. Das Wundöl habe ich versemmelt und ich bin nicht dazu gekommen, noch einmal Gundermann zu holen. Aber miir fällt bestimmt noch etwas ein.
      Liebe Grüße,
      und ein bissel Kühle für den Attila.
      (Meine Katzen haben die letzten Tage sehr gelitten.)

      1. Ohje, nein, Gudrun, das wollte ich damit nicht sagen!! Seine Stelle heilt auch ganz gut, ich hatte ja mit Kamille die Entzündung rausbekommen, das war wahrscheinlich das Wichtigste, denn jetzt ist sie nicht mehr heiß, und die Haare wachsen wieder. Also – alles gut!!

        1. Ich weiß, keine Sorge! 🙂
          Ganz stark entzündungshemmend ist Schafgarbe. Du kannst einen Aufguss kochen aus frischer Schafgarbe, die jetzt überall wächst, oder auch das Kraut stampfen und auflegen. Man nennt sie auch Soldatenkraut, weil die Wundärzte das früher so gemacht haben, um Entzündungen aus den Wunden zu bekommen.
          Trotzdem, meinen Attila würde ich schon mal was Gutes tun wollen. Du weißt doch, ich habe ein Bild von ihm. 🙂

    1. Es passiert mir immer wieder, dass ich mich im Tatendrang ausbremsen lasse. Ich sollte es dann machen wie meine Kleo: aufstehen, schütteln und wo anders hingehen. 🙂
      Liebe Grüße in die Reha.

  5. Also war das ein voller Erfolg. Hoffen wir, dass die Bibliothek bleiben darf. Dann könntest du eventuell die gute Idee einer Kaffee-Ecke verwirklichen. Mich freut es, dass du durch diese Aktivität auch wieder Auftrieb für deine anderen Vorhaben bekommen hast.

    1. Stimmt, solche Veranstaltungen geben immer jede Menge Impulse. Die gestrige jedenfalls hat es getan und den Teinnehmern bin ich sehr dankbar, dass sie sich so auf mich eingelassen haben. 🙂
      Es war einfach nur gut.

  6. Schön, liebe Gudrun, dass es zwar anstrengend, aber auch erfolgreich und bereichernd für Dich war. Ich denke, solche Veranstaltungen geben bestimmt Mut, immer wieder Neues anzufassen.
    Dass man über Sparpläne die Bibliothek betreffend nachdenkt, das ist nicht gut. Es wird leider viel zu oft an der falschen Stelle gespart und das finde ich sehr traurig.
    Liebe Grüße schickt Dir die Silberdistel in Dein Spinnstübchen

    1. Ich würde es gar nicht gut finden, wenn die Bibliothek geschlossen werden würde. Es müssen Orte der gesellschaftlichen Begegnung geschaffen werden, nicht abgeschafft. Ich muss da mal noch ein bissel mehr erfahren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es einen ausbremst, wenn so ein Schwert über einem schwebt. Mal sehen, was man tun kann.
      Mir hat die Veranstaltung das gegeben, was ich brauchte, Kraft. Und davon kann ich wieder ein Weilchen zehren. 🙂
      Liebe Grüße zu dir in den Norden.

  7. wie schön, dass du alles erfolgreich gemeistert hast! hab ich auch nicht anders erwartet 🙂
    Ich finde es total schlimm wenn Bibliotheken geschlossen werden. Unsere Zweigstelle ist auch dicht gemacht worden, obwohl sie gut besucht wurde.
    Zu dem Foto würde ich dich bei Gelegenheit gerne etwas fragen, wenn ich darf 😉
    Dass du den Austausch mit Kollegen vermisst kann ich gut verstehen. Geht mir auch so, mit der Arbeit ohne Team. Gute Kontakte zu finden und zu pflegen ist dann nochmal eine besondere Anstrengung, obwohl sie auf der anderen Seite unglaublich motivieren. Selbständig sein ist anfangs oft ein einsamer Weg. Ich wünsche dir alle Kraft dafür.

    1. Oh ja, manchmal ist es zu einsam. Man braucht auch mal Widerworte, um weiter zu kommen. mir geht es jedenfalls so. Auch das Aushecken der Ideen geht in Gemeinschaft besser. Egal, wo man seine Gemeinschaft findet, gut ist es auf jeden Fall. Das könnte auch über das Netz sein.
      Klar kannst du mich fragen, liebe Isa. Tu es einfach.

      1. Apropos, widerworte!
        Begegnungen sind wichtig, man weiß nie was für Spuren sie in uns lassen.
        Das sagte ich auch Frau Christine Kayser, der nächsten Vorleserin am -wie war das? Datum vergessen.
        Begegnungen haben breiten Facetten.
        Hoffentlich habe ich alles richtig geschrieben, denn das ist meine größte Sorge : Schnell muss es gehen, aber auch richtig muss es sein. Für Korrektur ist dann keine Möglichkeit mehr, wenn die Antwort oder Kommentar abgesendet ist.
        Mit freundlichen Grüßen,
        Marta

  8. ich bin allgemein immer traurig, wenn eine Bibliothek geschlossen wird. Das ist meist ein Zeichen, dass weniger gelesen wird. Wenigstens habe ich die Freude, dass auch meine Enkel alle sehr gerne lesen und viel lesen.
    du hast da ja einiges noch vor und ich freu mich fuer dich, wenn du dich dabei so wohl fuehlst und es dir Freude macht. Es soll dir alles gelingen, was du dir so vornimmst und dir auch gute und neue Freunde bringt.

    1. Stimmt, es wird weniger gelesen und oft auch über andere Medien als das Buch. Es gibt ja auch die Onleihe, bekommt das Buch auf’s Lesegerät, welches auch immer. Aber, trotzdem. Ich denke, eine Bibliothek misst sich nicht nur an der Anzahl der ausgeliehenen Bücher.
      Bei uns im Kinderzimmer gab es übrigens keinen Fernseher. Meine Kinder haben gelesen, so zeitig sie es hinbekommen haben. Ich bin überzeugt, dass meine Kinder das so weitergeben. 🙂
      Liebe Grüße in die Ferne.

  9. Büchereien sind wahre Begegnungsstätten, umso wertvoller sind sie und dürfen nicht verschwinden.

    Ich wäre so gerne dabei gewesen, wird wohl irgendwann mal werden – hoffentlich!

    1. Ich hätte dich auch gern mitgenommen, liebe Piri. Wir sind eine dufte Truppe. Du hättest dich sicher wohl wohl gefühlt.
      Das klappt bestimmt noch mal. Ganz bestimmt.

  10. Liebe Gudrun
    Ja! Menschen sind wichtig für das eigene Wohlergehen, das habe ich aus der Reha als wichtigste Erkenntnis mitgenommen. Menschen, die man sieht und hört. Wie wunderbar, wenn Dir die Zuhörer und Zuschauer Fragen stellen, denn dann hast Du ihr Interesse wirklich geweckt. Ich freue mich mit Dir über diese gelungene Aktion und hoffe sehr, dass die Bibliothek nicht den Sparmaßnahmen zum Opfer fallen muss. Ein Café würde ich glatt miteröffnen
    Liebe Grüße,
    Elvira

  11. Das ist eine schöne Aufnahme von Dir und in Gedanken höre ich Dich richtig erzählen. Und noch schöner ist natürlich, dass es Dir gefallen hat, dass es für die anderen sicher sehr interessant war.
    „Bibo“ haben wir auch immer gesagt 🙂
    Ich wollte noch zu einem älteren Beitrag kommentieren, aber die älteren sind leider geschlossen.
    Du warst in Radeberg, da habe ich in meiner Kindheit gewohnt. Das ist nur 20 Autominuten von mir entfernt. Schade, da hätte ich Dich gern getroffen. Ab und zu fahre ich da noch auf den Friedhof, mein leiblicher Vater liegt da.
    Viele Grüße von Kerstin.

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