Was ist aus der Gotlandwolle aus Mügeln geworden?

Die Gotlandwolle aus Mügeln


Könnt ihr euch noch an Kuno erinern? An Kuno, das kleine Lamm, das im Landkreis bei Mügeln mit der Flasche großgezogen wurde?

Im Moment verarbeite ich gerade die Wolle von Kunos Mutti. Vielleicht ist es auch die von einer Tante. Auf alle Fälle ist es die Wolle der Gotland-Pelzschafe.

Wie verspinnt sich Gotlandwolle?

Die Gotlandwolle ist herrlich weich. Mich begeistert die Farbgebung, das Mellierte von Weiß zu Schwarz und den Schattierungen dazwischen. Wenn man nicht gerade ein spinnfertiges Vlies kauft, sondern noch selber wäscht und kardiert, dann ist die Gotlandwolle nichts für Anfänger. Es ist anstrengend, sie zu verarbeiten. Sie gleitet weg, ist nicht so langfasrig wie z.B. die Milchschafwolle. Hat man es aber geschafft, dann hat man ein schönes, weiches, glänzendes Garn. Ich bin den Schafhaltern aus Mügeln sehr dankbar, dass sie mir die Wolle geschickt haben.

Gotlandwolle. Kuno, das Gotlandpelzschaf, muss noch wachsen.

Katzenzoff und Ungeduld

Während ich den Rest der Wolle noch verspinne, stricke ich auch schon etwas aus der gerade gesponnenen Wolle. Weglegen darf ich das Gestrick nicht, denn dann geht sofort das Gezerre mit den Katzen los, die sehr gerne ihren Kopf auf die Gotlandwolle packen. Kleo hat sogar versucht in den Wollkorb zu steigen, den ich mit hatte in der Bibliothek am Mittwoch. Sie riecht bestimmt noch nach Kuno und seiner Familie.

Strickzeug nehme ich fast überall mit hin. Wenn ich irgendwo lange warten muss, werde ich ungeduldig und auch ningelich. Habe ich zu tun, das heißt, wenn die Hände beschäftigt sind, dann wird es erträglich und ich gebe Ruhe. (Tipp an meine Familie: Gebt ihr Nadeln und Wolle und ihr habt eure Ruhe.)

Mein Gestrick hat Löcher? Jaja, das ist so gewollt und nein, es wird kein Wintermäntelchen für Kleo.  Das Ergebnis zeige und verrate ich später. 🙂

 

 

 

14 Kommentare zu “Was ist aus der Gotlandwolle aus Mügeln geworden?

  1. „…Vlies…waescht und kardiert“
    Mir faellt das Wort Kardigan ein. Nachgeschaut, stelle ich fest, es gibt ein Ort Cardigan in Wales.
    Das ist Wortknaubelei?
    Jetzt muss ich wieder nachschauen.Wie heisst es richtig, wie schreibt man es richtig?
    So geht das bei mir. Das ist mühsam.
    Kuno und Kleo, das sind passende Namen.
    Die kann man wenigstens merken.
    Liebe Gudrun, ich war heute an Kulki baden, schon frühzeitig. Schafe habe ich nicht gesehen, aber dafür Enten!
    Sie haben sich schön ferngehalten.
    Es ist auch besser so.
    Marta

    1. Hach ja, an den Kulki muss ich auch mal wieder, einfach so. Ich war früher mit meinen Kindern auf den Spielplätzen. Jetzt könnte ich mal schauen, was aus der Krake und dem Holzspielplatz geworden ist.
      Liebe Grüße, quer durch Grünau.

      1. Die Krake! Wir haben so viel fotagrafiert dort mit dem Enkelkind. Die Terasse vor dem Roten Haus ist ausgezeichnet geeignet zum Rasten und Erholen, dabei auf das Wasser schauend meditierend traeumen. Oder die naechste Geschichte spinnen.
        Wir könnten mal auch gemeinsam spinnen! Jeder seine eigene Geschichte.

        Kaffeetime!

        Liebe Grüsse,
        Marta
        Jeder

  2. Hier gibt es in den öffentlichen Verkehrsmitteln auch immer Leute, die stricken. Ich bin dann immer froh, wenn sie das mit einer Rundstricknadel und nicht mit 5 spitzen Dingern machen, wie man sie für Socken braucht. – Dann suche ich mir einen anderen Platz!
    Lieben Gruß zu dir!

    1. Warum suchst du dir einen andreren Platz? Giegeln die dich an? Oder klappert das zu laut? 😉
      Wenn ich in Berlin wohnen würde, wären de Öffentlichen für mich auch Strickort. In Leipzig lohnt das nicht. Da hält die Bimmel an jedem Baum. Lange fährt man nie.
      Liebe Grüße nach Berlin.

  3. Meine liebe Gudrun,
    diese weiche, glänzende Wolle ist was Besonderes.
    Das Gestrickte schaut schon richtig gut aus.
    Deine Katzen dürfen nicht dran…. leider.
    deine Bärbel

    1. Ach, liebe Bärbel, ich brauche das Gestrick nur mal kurz zur Seite zu legen, schon liegt ein Katzenkopf drauf. Dabei hat jede Katze ihre Schafwolldecke. 🙂
      Herzliche Grüße an dich und auch bitte an P.

  4. leider kann ich nicht stricken. Aber wartende Strickerinnen finden sich hier bei uns auch immer wieder. Nur Stricker sah ich noch nicht. Wenn man bedenkt, dass das mal ein Männerberuf war 😉 Da wünsche ich dir für die nächste Zeit fleißig beschäftigte Händchen und gute Gedanken

  5. Ich weiß nicht, ob das mal ein Männerberuf war, weiß nur, dass man in Frauengräbern Stricknadeln gefunden hat als Beigabe. In Thüringen zum Beispiel.
    Heute habe ich Strickpause. Die frisch gesponnene Wolle trocknet noch. Mein Zeitplan stimmte nicht. 🙂

  6. Na, da bin ich gespannt, welches Geheimnis sich hinter den Löchern verbirgt.

    So schön, die Wolle. Meliertes Garn schaut effektvoll aus auch ganz ohne aufwändiges Strickmuster. Früher habe ich auf langen Zugfahrten zur Arbeit viele Pullover, Mützen, Jacken und Schals „genadelt“, heute stricke oder häkele ich nur noch selten.

    Ich wünsch Dir noch einen schönen Abend, liebe Gudrun.
    LG Eva

  7. Der gesponnene Faden sieht sehr hübsch aus. Ich bin gespannt, was aus Deinem löchrigen Gestrickten wird. Im Moment schaut es wie ein Gesicht aus 😉
    Liebe Grüße schickt Dir die Silberdistel, die sich noch sehr gut an den kleinen Kuno erinnern kann. Wer könnte das eigentlich nicht? Ein solch hübsches Schäfchen 🙂

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