Abschied in Leipzig.

Leibnitzdenkmal
Leibnitzdenkmal im Hof der Uni Leipzig

Leipzig, heute Mittag.
„Treffpunkt 11:30 Uhr am Denkmal.“
Zum letzen Mal bin ich heute zum Leibnitzdenkmal in den Unihof gegangen, um die Tochter abzuholen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie ihre letzten Prüfungen hinter sich. Ihr Studium ist vorbei, der Arbeitsvertrag ganz oben im Norden der Republik ist unterschrieben. Alles ist erfreulich und gut.
Es bedeutet aber auch Abschied und Abschiede tun immer etwas weh.

Das ist jetzt so, dass die Kinder nicht mehr an der Scholle kleben. Man hat sie ja auch zur Selbständigkeit erzogen, zu offenen und neugierigen Menschen, die auch anderswo zurecht kommen und ihren Weg gehen. Man muss sich einfach einrichten.
Im September fahre ich die Tochter besuchen, ganz oben zwischen Nord- und Ostsee. Ich wollte schon immer mal barfuß durch die Nordsee „latschen“.

Die Tochter hat mir „meine“ Uni wieder nahe gebracht, wo ich schon dachte, dass es nicht mehr meine ist. Ich bin mit zu Vorlesungen geschlichen und in die Bibliothek, und als die Studis gegen Kürzungen auf die Straße gegangen sind, bin ich mit gewesen.

Meine Tochter wird jetzt die Uni und Leipzig verlassen und ich habe beschlossen, im Wintersemester ein Seniorenstudium zu beginnen. Wissen ist etwas, was einen keiner wieder wegnehmen kann, zu keinem Zeitpunkt und unter keinen Umständen.

Trotzdem, mir ist die Tage ein bissel das Herz schwer, denn das jüngste Kind macht sich auf, verlässt Leipzig.

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