Oma-und-Opa-Tag im Volkskundemuseum Wyhra. Der Wollkorb bleibt gepackt.

Oma-und-Opa-Tag im Volkskundemuseum Wyhra.

Da war ich am Mittwoch also mal wieder unterwegs im Landkreiß. Heiß war es und selbst ein ehrwürdiges Bauernhaus mit dicken Mauern konnte die Wärme nicht mehr draußen halten.
Es kamen trotzdem viele Menschen zum Oma-und-Opa-Tag, denn es war eine willkommene Abwechslung in den Ferien.

Drei verschiedene Sachen hatte ich mir für diesen Tag herausgesucht. Wollpüppchen haben wir gebastelt und die Kinder konnten ihre Püppchen stolz mit nach Hause nehmen. Zwei Omis erzählten mir lächelnd und unabhängig von einander, dass sie solche Püppchen von früher kennen. Da sieht man mal, wie alt ich bin. Ich kenne die Wollpüppchen auch von „früher“.

Der Andrang an meinem großen Basteltisch

war groß. Manchmal „hockten“ da drei Generationen und ich glaube, genau so sollte es sein.
Wer wollte konnte ein Schaf nach Zahlen malen und das Schaf mit echter Schafwolle bekleben. Ich war sehr erstaunt, welche Ausdauer die Kinder hatten. Manche waren sehr lange da, hörten den Geschichten zu und malten und gestalteten immer weiter. Das Schaf bekam mal eine Schleife um und manchmal auch eine eine Möhre zum Fressen. Von allen aber bekam es eine schöne, saftig grüne Wiese aus Wolle. So sehen die Wiesen aufgrund des ausbleibenden Regens in Sachsen gerade nicht aus.

Oma-und-Opa-Tag im Volkskundemuseum in Wyhra
Wolle und Geschicklichkeit – eine Wollspielerei

Bei den Wollspielen durfte mit Wollknäueln auf Büchsen geschossen werden. Mein Lieblingsspiel aber war, ein kleines Wollknäuel auf einem Schlüsselring auf die Öffnung einer Flasche zu befördern. An einem Schlüsselring waren vier Fäden angebracht und wenn die nicht straff und gleichmäßig bewegt wurden, bekam man das Knäuel nicht auf die Flasche. Zwei oder auch vier Personen können sich probieren.
Schön war es, wenn Großeltern und Enkel miteinander spielten und wenn die Aufgabe erledigt werden konnte. Gemeinsam.

Der Wollkorb bleibt gepackt

Ich weiß nicht, ob es an der Wolle liegt, an diesem weichen und schönen Rohstoff, dass man ihn gern anfasst und sich so gerne damit beschäftigt.

Oma-und-Opa-Tag im Volkskundemuseum Wyhra ist nun wieder Geschichte. Schön war es, auch, weil ich eine ehemalige Kollegin aus dem Freizeitpark wieder getroffen habe. Sie habe ich dort sehr zu schätzen gelernt, aber nachdem ich dort nicht mehr war, hatten wir uns aus den Augen verloren.
Am Dienstag werde ich schon wieder losziehen mit dem Wollkorb, zu einer ganz besonderen Veranstaltung. Mein Wollkorb bleibt also gepackt.

Ein herzliches Dankeschön

möchte ich an dieser Stelle an die „Schlafmütze“ weitergeben. Sie packte kurzerhand ihre übrige Wolle ein und schickte mir ein Päckchen. Besonders am Dienstag (ich werde berichten) werde ich die Wolle gebrauchen können. Ich danke dir sehr, liebe Schlafmütze.

 

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