Ein Trunk aus Schlehen für kommende Eiszeiten.

die Ernte der SchlehenAch ja, meine Schlehen!
Mir fehlt das Fahrradfahren. So bin ich doch nicht so oft unterwegs wie früher. Auch finde ich die Schlepperei nicht erbauend. Mit dem Radel war das alles kein Problem. Gerade um die Weihnachtszeit herum bin ich oft mit dem Spinnrad und der Kiepe unterwegs zu verschiedenen Veranstaltungen. Auch will ich mir im nächsten Sommer einfach mein Spinnrad schnappen, mich irgendwohin bewegen und über Wolle, Schafe und über ein ganz altes Handwerk erzählen. Kurz: Ich brauche einen zusammenklappbaren Bollerwagen.

Schlehen liebe ich über alles. Ich mag diese herbe Wildfrucht und ich mag die ausdauernden Sträucher, die einst als Schutzzaun für Ziegen und Schafe dienten. Je mehr die fraßen an den Ästen und Zweigen, um so dichter wurde die Hecke. Im Frühjahr lockt die Schlehe mit ganz zeitigen Blüten und im Herbst mit ihren an Wildpflaumen erinnernden Früchten.
Ich habe meinen Lieblingsort für „meine“ Schlehen und habe mir wie jedes Jahr, gerne die Mühe gemacht und die Früchte nach Hause getragen.

Aus einem Teil der Schlehen wurde Marmelade, ein weiterer wurde getrocknet. Und auch wie in jedem Jahr habe ich Schlehen angesetzt für Likör. Jetzt war es soweit: Ich konnte den Likör abfüllen. Das Meiste werde ich verschenken. Die übriggebliebenen Früchte werde ich nach und nach meinem Tee zusetzen. Ich denke, das wird alles gut durchwärmen, wenn es denn nötig wird.

Eine Zeitlang hatte ich in meiner Familie den Spitznamen „Schlehenjule“. Ich hätte ihn gerne wieder. 🙂

Trunk aus Schlehen

 

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