Ein Trunk aus Schlehen für kommende Eiszeiten.

die Ernte der SchlehenAch ja, meine Schlehen!
Mir fehlt das Fahrradfahren. So bin ich doch nicht so oft unterwegs wie früher. Auch finde ich die Schlepperei nicht erbauend. Mit dem Radel war das alles kein Problem. Gerade um die Weihnachtszeit herum bin ich oft mit dem Spinnrad und der Kiepe unterwegs zu verschiedenen Veranstaltungen. Auch will ich mir im nächsten Sommer einfach mein Spinnrad schnappen, mich irgendwohin bewegen und über Wolle, Schafe und über ein ganz altes Handwerk erzählen. Kurz: Ich brauche einen zusammenklappbaren Bollerwagen.

Schlehen liebe ich über alles. Ich mag diese herbe Wildfrucht und ich mag die ausdauernden Sträucher, die einst als Schutzzaun für Ziegen und Schafe dienten. Je mehr die fraßen an den Ästen und Zweigen, um so dichter wurde die Hecke. Im Frühjahr lockt die Schlehe mit ganz zeitigen Blüten und im Herbst mit ihren an Wildpflaumen erinnernden Früchten.
Ich habe meinen Lieblingsort für „meine“ Schlehen und habe mir wie jedes Jahr, gerne die Mühe gemacht und die Früchte nach Hause getragen.

Aus einem Teil der Schlehen wurde Marmelade, ein weiterer wurde getrocknet. Und auch wie in jedem Jahr habe ich Schlehen angesetzt für Likör. Jetzt war es soweit: Ich konnte den Likör abfüllen. Das Meiste werde ich verschenken. Die übriggebliebenen Früchte werde ich nach und nach meinem Tee zusetzen. Ich denke, das wird alles gut durchwärmen, wenn es denn nötig wird.

Eine Zeitlang hatte ich in meiner Familie den Spitznamen „Schlehenjule“. Ich hätte ihn gerne wieder. 🙂

Trunk aus Schlehen

 

15 Kommentare zu “Ein Trunk aus Schlehen für kommende Eiszeiten.

  1. Liebe Gudrun!

    Ich wähle die Marmelade und die Schlehenjule!
    Hast Du sie auch beschriftet?
    Sieht gut aus.

    Die Ludwigsburgerin

    1. Nee, die Schlehenjule ist nicht beschriftet, die erkenne ich auch so. 🙂
      Bei allem anderen hilft mir die Beschriftung, den Überblick zu behalten, auch bei meinen Kräutern.
      Liebe Grüße an einpaar Straßen weiter.

  2. Wow, das sind schöne Weihnachtsgeschenke. So ein selbst gemachter Likör ist etwas ganz besonderes. Von mir bekommst du den Namen Schlehen-Jule schon mal zurück.

  3. Als ich vor einiger Zeit in meiner neuen Umgebung in den tollen Park ging, sah ich eine Frau mit Hund und Fahrrad, die blaue Früchte pflückte. Neugierig, wie ich oft bin, sprach ich sie an. Bis dato hatte ich nicht viel von Schlehen gewusst – nach dem Gespräch fast alles. Da ich aber nichts bei mir hatte, habe ich dennoch keine geerntet.
    Lass es dir und die Beschenkten sollen es sich auch schmecken lassen.
    Lieben Gruß von mir

    1. Wenn ich mit meinem Körbchen unterwegs bin, sind die Reaktionen unterschiedlich. Die einen schauen mich mitleidig an, wie „die Arme, die muss Zeuchs von der Wiese essen“, und die anderen fragen, was ich da sammele. Und da gibt es oft nette Gespräche.
      Liebe Grüße nach Berlin, liebe Clara.

    1. Naja, ein bissel süß ist die schon, liebe Bärbel, schon wegen der Konservierung. Beim Likör habe ich mir etwas anders einfallen lassen und konnte so den Zuckergehalt reduzieren.
      Herzliche Grüße an dich

    1. Am Lindenauer Hafen habe ich ein Schlehenparadies entdeckt. 🙂 Hoffentlich fällt nicht alles der Saniererei zum Opfer. Auf meiner Seite wird zwar nicht gebaut, aber ich habe Sorge, dass die Anwohner gegenüber gebohnerte Wege haben wollen.
      Liebe Grüße an dich, liebe Birgitt

  4. Nun gut, dann bist du jetzt auch für mich die Schlehenjule. 😉
    So ein feines Likörchen tut ganz bestimmt wohl, wenn’s draußen stürmt und schneit – ab Mittwoch sollen die Temperaturen aber ganz ordentlich in den Keller rauschen.
    Herzliche Grüße!

    1. Ich habe nur mal gekostet und alles für gut befunden. Leider verbietet mir eine Gichtattacke ein weiteres Kosten. 🙂 Aber so habe ich etwas zum Verschenken.
      Gruß an dich.

  5. Für Pflaumen und Kirschen nehme ich manchmal Rum. Bei den Schlehen habe ich Korn genommen, um den typischen Geschmack zu erhalten. Weil der Alhoholgehalt von Korn nicht so hoch war, gab es noch einen Schuss Hochprozentigen dazu. So erspare ich mir die Erhöhung des Zuckerzusatzes. 🙂

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