Hofweihnacht.

Am Wochenende ist im Volkskundemuseum Wyhra Hofweihnacht. Ich werde mich also wieder mit dem Spinnrad auf den Weg machen. Und ganz ehrlich, ich freue mich sehr darauf.
Das hübsche Bauernhaus ist schön weihnachtlich geschmückt und auf dem Hof, zwischen  Taubenturm und Brunnen, steht ein großer festlich geschmückter Weihnachtsbaum. Es riecht nach brennendem Holz, denn der große Bauernbackofen ist schon angeheizt. Bald zieht der verlockende Duft von frischem Brot und Weihnachtsplätzchen über den Hof. Warme Milch und frisches Brot sind etwas Köstliches.

Schade, dass es dort keine Tiere mehr gibt. Eine Hofweihnacht im Schafstall könnte ich mir gut vorstellen. Aus meiner Kindheit weiß ich noch, dass es schön warm ist im Stall und dass man eine unglaubliche Ruhe und Geborgenheit fühlen kann, wenn man bei den Tieren im Stroh sitzt. Im Stroh! Nein, das ist kein Luxus, aber es riecht gut, es knistert geheimnisvoll bei jeder Bewegung und es bietet Schutz vor Kälte. Es ist angenehm zu spüren, wie Mensch und Tiere lansam zur Ruhe kommen. Das ist genau die richtige Stimmung für viele kleine Geschichten.

Zur Hofweihnacht, jetzt am Wochenende, wird man mich in der Scheune finden. So lange das Stroh reicht, werden ich mit den großen und kleinen Gästen Julböcke binden. Und natürlich Spinnradgeschichten erzählen.

9 Kommentare zu “Hofweihnacht.

  1. Meine liebe Gudrun,
    dir einen wunderschönen Tag in Wyhra.
    Im Stroh sitzen, das muss wundervoll sein. Ups, ihr werdet mit dem Stroh basteln.
    Wer wird mit deinem Spinnrad arbeiten?
    Du natürlich, aber dann….
    deine Bärbel, die in Gedanken bei dir ist.

    1. Ich werde mit dem Spinnrad arbeiten. 🙂 Es gibt ja auch mal ruhigere Momente und da kann ich … Es muss metern, liebe Bärbel. Meine Wollvorräte gehen zur Neige und die Wolle von Kunos Tante muss i h auch noch verarbeiten. 🙂
      Liebe Grüße
      PS: Ich hätte dich und P. gerne mitgenommen, denn dort ist viel zu sehen und zu erleben, auch ohne Basteln in der Scheune. 🙂

  2. Hofweihnacht – schon allein der Name verspricht Nostalgie und Natürlichkeit. Stroh, Holz, Wolle, Bienenwachskerzen – so stelle ich mir das vor. Dazu vielleicht Brot und Schmalz. Schrecklich finde ich das viele Blink-Blink, so viel Kitsch und Krempel auf manchen Märkten.
    Liebe Grüße von Kerstin zum zweiten Advent.

Comments are closed.