Eine Schafwolldecke für die Ewigkeit.

Nun stricke ich also doch wieder eine Schafwolldecke.
Eigentlich wollte ich mir aus meiner gefärbten Schafwolle einen Cacheur stricken oder auch Hüftschmeichler genannt. Eine Bloggerin hatte zwar geschrieben, dass sie zum Glück tolle Hüften hat, so dass sie ihnen auch schmeicheln kann, aber ich denke, jede Hüfte hat das verdient und jede Niere braucht Wärme. Trotzdem muss meine Hüfte noch ein bissel warten.

Meine Kleo wird alt. Man merkt es ihr an. Sie liebt ihre Ruhe sehr und viel Wärme. Ich ahne, dass es nicht mehr sehr lange dauern wird, bis sie über die Regenbogenbrücke geht, zu meinen anderen Katzen, die da schon sind und zu den beiden Hütehunden. Weil Kleo sich so gerne auf Decken aus Schafwolle legt und sich einkuschelt, stricke ich ihr eine, die sie mitnehmen darf, wenn sie ihre letzte Reise antritt. Eine Schafwolldecke bekommt sie mit und eine Scheibe Kochschinken. Als Reiseproviant quasi.

Was hat diese Katze mir Kochschinken von der Schnitte geklaut! Einmal nicht hingesehen und das Brot war nackig. Im Laufe der Jahre wurde ich immer wachsamer und Kleo immer rafinierter. Der reinste Schinkenkrieg war das. Gut, ich bekam als Wiedergutmachung so manche Maus geschenkt, aber das war nicht so ganz nach meinem Geschmack.
Den letzten geklauten Schinken gab es vor drei Tagen. Natürlich für mich nicht.  🙂

Nein traurig bin ich nicht. Es ist halt der Lauf der Dinge. Und wer weiß, vielleicht wartet Kleo eines Tages da drüben auf mich.

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