Durchatmen und sechzig Sekunden lachen.

Oh ja, durchatmen und 60 Sekunden lachen konnte ich heute wieder ganz gut. Es war nicht mehr so heiß und meine Motivation, an den Schreibtisch zu schleichen, ist ganz ordentlich gestiegen. Das hebt die Laune ungemein.
Den Prolog für meine Schafgeschichte habe ich geschrieben und dann allerdings bremste mich etwas aus. Die ganze Geschichte von anno dunnemals hat mich mehr aufgewühlt als es sollte. Ich musste zu einemTrick greifen. Ich werde nicht mit dem Anfang beginnen, sondern mittendrin oder gleich mit dem Ende. Von hinten also. Da war schon viel Gutes und Lustiges passiert und einiges im Leben (fast) wieder gerade gerückt. Den traurigen Anfang hebe ich mir bis zum Schluss auf.

Schreiben, ja, das will ich unbedingt.
Das Programm für das Wintersemester im Seniorenstudium ist veröffentlicht. Ich bin fündig geworden und werde die Gebühr gerne bezahlen. Ab Oktober wandere ich also wieder in die Uni, wenn ich darf. Zum Schreibkurs und zum „System der deutschen Sprache“. Ich denke, mir wird das gut tun und auch recht hilfreich sein. Gut ist es, Ziele zu haben.

Am Wochenende bin ich in den sozialen Netzwerken über einen Videoausschnitt „gestolpert“ aus einem Vortrag der unvergessenen Vera Birkenbihl. Damals, als Lehrer, habe ich mich viel mit ihren Lernmethoden beschäftigt. Lernen muss man erst lernen, wenn das was werden soll. Und ehe man über die „faule Bagage“ wettert, sollte man ihnen noch vor den Inhalten  die Lernmethoden in die Hand geben.
Wisst ihr, mein Bruder hat mal seinen Sohn vor das Mathebuch gesetzt und angeblafft: „Lerne du jetzt Mathe!“ Ja, schön, aber wie sollte er das machen, wenn er nicht wusste wie und wo der Anfang war.

Ums Lernen ging es diesmal nicht, sondern um die Wirkung von 60 Sekunden lachen. In dem Artikel der Morgenpost ist ein Video eingebunden, welches man unbedingt gesehen haben muss. (Wem es noch nicht reicht, kann bei YouT*** den ganzen Vortrag der Birkenbihl finden. Langweilig wird einem da wirklich nicht.)
Nein, nicht immer ist alles lustig, aber man kann Probleme wahrscheinlich besser lösen und auch die vielen negativen Nachrichten der Zeit besser verarbeiten, wenn das Gesicht und das Herz nicht zur Faust geballt sind oder die Seele zusammengefaltet. Die Birkenbihl meint, ein entsprechendes Training wirkt Wunder.

Ich wünsche allen eine gute Woche. Und: Vergesst das Lachen nicht. Es darf auch mehr als 60 Sekunden lachen sein.

 

durchatmen und 60 Sekunden lachen

(Nein, das ist nicht mein neuer Hut. Wir haben eine Fotoanlage ausprobiert und waren ordentlich albern dabei. 😀 )

 

12 Kommentare zu “Durchatmen und sechzig Sekunden lachen.

  1. Das ist ein wunderschönes Foto von Dir. Der Hut steht Dir ausgezeichnet und ich schaue in ein fröhliches Gesicht. Das tut mir so richtig gut, jetzt am Beginn des Tages. 😉
    Ich bin schon sehr gespannt auf Dein Schafbuch, d.h. ich hoffe, dass ich es einmal lesen darf…
    Nun wünsche ich Dir einen erfolgreichen und guten Tag mit viel Schaffensfreude. Ich werde nachher mit einer Freundin dann erst mal meiner Motivation im Fitnessstudio freien Lauf lassen.
    Es grüßt : Beate
    P.S..: Wenn im Oktober Dein Studium wieder beginnt, wird es Dir dann nicht zuviel mit meinem Besuch? Das musst Du ehrlich sagen, gell?

    1. Nein, nein, ich gehe zu dem einen aller 14 Tage und noch ist es auch nicht fest. Das kommt auch immer darauf an, wie viele sich einschreiben. Und eine Vorklesung kann man schon mal schwänzen. 🙂
      Ich freue mich auf den Oktober und auf dich.
      Liebe Grüße

  2. Was für ein wunderschönes, fröhliches Foto von dir!
    Ja, Ziele muß man haben, dann geht alles auch viel einfacher!
    Viele liebe Grüße zu dir!

    1. Liebe Bärbel, ich muss oft an die Zeit denken, als du und P. in Leipzig wart. Schön war es, wenn auch viel zu kurz. Dich habe ich wegen deiner lieben, offenen Art sofort ins Herz geschlossen. Damals fing deine Erkrankung an und ich fand das schlimm. Heute würde ich gerne die Zeit zurückdrehen und anhalten.
      Ach, Bärbel, man sagt doch immer, dass man sich immer zwei Mal trifft. Wir sehen uns wieder. Und ich glaube, dann werden wir viel zu lachen haben.
      Liebe Grüße und danke, dass du da warst.

  3. Gudrun, du siehst auf jedem Foto anders aus – aber jetzt mit den so schön kurzen Haaren siehst du jünger aus – finde ich jedenfalls.!
    Spätabendliche Grüße von mir

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