Kräutergeschichten. Die darf ich morgen erzählen.

Diesmal habe ich keine Wolle, Karden und Handspindeln in der Kiepe. Einstweilen funktioniere meine Kiepe um zum Kräuterkorb, denn morgen erzähle ich Kräutergeschichten. Dazu fahre ich mal wieder in den Leipziger Landkreis. Jetzt gleich gehe ich noch einmal los und hole frische Kräuter, die ich an der Kiepe festmache. Wie bei einem Kräuterweib eben üblich soll es aussehen.

Kräutergeschichten? Was soll das sein?
Na zum einen werde ich einiges erzählen von dem, was ich über Kräuter weiß, die auf unseren Wiesen wachsen. Zum Beispiel, warum die Schafgarbe auch Soldatenkraut heißt oder wie man bei der Arbeit auf dem Lande Mücken und Wespenstiche linderte. Das Kraut dazu wächst auf jeder Wiese. In eine Apotheke musste man nicht gehen und man hätte auch die Arbeit nicht einfach unterbrochen.
Überhaupt wächst so vieles, an dem wir achtlos vorüber gehen. Es zur richtigen Zeit sammeln, es trocknen oder anderswie konservieren und bei Bedarf verwenden, fällt uns oft nicht im Traum ein. Dabei ist das Gesundheit zum Nulltarif, heilend und gesund ernährend.

Ebenso werde ich aber auch von Kloster- und Apothekengärten erzählen, von Hildegard von Bingen und von der Angermaria, die in meinem Heimatort zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges wohnte. Im Gegensatz zu Hildegard konnte sie weder lesen noch schreiben und doch wusste sie so viel über Kräuter.

Wenn Kräutergeschichten erzählt werden, dann muss man sie auch mit allen Sinnen wahrnehmen können, anfassen, riechen, kosten. Also werde ich frische Kräuter mitnehmen und getrocknete. Wir werden Kräutertee kochen, Basilikumöl herstellen und ein kleines Gläschen Holundersaft werden wir uns auch noch gönnen.

Ich denke, ich bin gut vorbereitet. Auch wenn mich schon wieder das Lampenfieber zwackt, ich freue mich sehr auf morgen, auf meine

Kräutergeschichten

Nachtrag:

Meine Veranstaltung ist vorbei, die Kräuter sind ausgepackt. Meine Kiepe ist wieder leer und wartet auf neue Aufgaben. Gut war es. Ich denke, es hat uns allen gefallen. Solche Veranstaltungen hätte ich gerne jeden Tag. Mehrmals, wenn es geht. 🙂

 

 

 

10 Kommentare zu “Kräutergeschichten. Die darf ich morgen erzählen.

  1. Liebe Gudrun,
    wenn ich in der Nähe wohnen würde, wäre ich sehr gerne dabei, denn all das interessiert mich sehr!
    Ich habe den Eindruck, dass Du jestens vorbereitet bist, für eine sehr infornatice und abwechslungsreiche Veranstaltungen. Die Teilnehmer werden ganz sicher begeistert sein ubd ganz viel Wertvolles „mitnehmen“.
    Lampenfieber ist positiver Stress und vergeht doch meist recht schnell, stimmts?
    Viel Freude und Erfolg für Dich.
    Meine Klangoase beginnt morgen auch wieder nach der Sommerpause.

    1. Mal sehen, ob es gut wird. Das ist so ein großes Gebiet. Ich hoffe, eine richtige Auswahl getroffen zu haben.
      Viel Erfolg wünsche ich dir in der Klangoase. 🙂

  2. Außer dem Basilikum und dem Mörser kenne ich hier nichts, eine gute Nase habe ich nicht, Kräuter kenne ich nicht – aber ich lese dennoch gern.
    Und, waren alle begeistert?
    Liebe Grüße zu dir

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