Dor Pflaumguchn. Ob das Diesjahr noch was wird?

Pflaumguchn? Den hätte ich jetzt gern, noch schön warm, gerade aus dem Backofen. Ganz schön kalt ist es geworden und ich getraue mich noch nicht, schon die Heizung anzudrehen.

Dass ich mich mit Dialekten befasse, ist ja nun kein Geheimnis mehr. Das Plattdütsche z.B. gefällt mir ausgesprochen gut. Nur muss ich mir bei meinem nächsten Aufenthalt da oben von Einheimischen vorlesen lassen, damit ich den typischen „Singsang“ mitbekomme.

Weil ich heute mal etwas Neues ausprobiert habe und auch alles fast geklappt hat, kann ich bestimmt auch bald mal zeigen, wie sich der Dialekt aus meiner alten „Heemt“, dem Altenburgschen, anhört. Oh ja, ich spreche ganz bewusst von Heimat. Ich habe eine und finde sie schön, mit allen Trachten, Tänzen, Liedern, Mundarten. Von irgendwelchen bräunlichen Heinis werde ich nichts vereinnahmen lassen und ich möchte auch nicht, dass jemand mal wieder glaubt, Volkslieder oder Bräuche sind etwas Schlechtes. Genauso wie bestimmte Schriftarten oder Wagner. Das möchte ich nicht wieder haben.

Pflaumguchn

Nach so vielen Jahren als Leipz’scher musste ich aber heute erstmal probieren, ob ich die nächste Stadtführung für Freunde im gepflegten Sächsisch machen kann.
In den letzten Tagen war mir das Lachen etwas vergangen. Ich hole es mir jetzt wieder.

Nu aber los, rein in die Kittelschürze und mit Wischeimer und Schrubber raus ins Treppenhaus zur Nachbarin. Mal fragen, ob das heuer noch was wird mit dem Pflaumguchn.

Dor Pflaumguchn

(nach einer Grundlage von Lene Voigt)

(Ach ja, das Geknäcker zu Beginn der Aufnahme bitte ich zu entschuldigen.)

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