Das Elsterwehr und ein dreibeiniger Hund

Elsterwehr am Palmengarten

Das Elsterbecken und das Elsterwehr am Palmengarten. Sonst ist es immer nur ein kleiner, viel zu kurzer Augenblick, den man aus der Straßenbahn erhaschen kann, wenn sie über die Angerbrücke rumpelt.

Der Herbst in diesem Jahr ist schon recht trübe. Die Sonne hat sich rar gemacht. Trotzdem ist das Laub der Bäume bunt. Die Luft riecht nach feuchtem Laub, es ist angenehm still und manchmal bieten die herbsttypischen Wolken am Himmel eine besondere Dramatik. Das alles hat auch seinen Reiz.
Beate und ich verließen also unsere Bimmel und liefen ein Stück durch den Palmengarten und den Richard-Wagner-Hain bis zum Elsterbecken.

Auf dem Weg zum Elsterwehr trafen wir eine junge Frau, die mit zwei Hunden unterwegs war. Einem fehlte ein Hinterlauf. Man musste schon genau hinsehen, um das zu bemerken. Der Hund tobte ausgelassen mit seinem Kumpel. Faszinierend, wie es Tieren gelingt, sich an völlig neue, nicht immer gute Bedingungen anzupassen! Gut, ohne liebe menschliche Hilfe sähe es anders, aber trotzdem strahlte dieser Hund eine ungeheuere Lebensfreude aus. Man konnte sie spüren. Und der andere? Der störte sich überhaupt nicht an den Einschränkungen seines Freundes.
Schön so etwas zu sehen und als berührenden Moment mit zu nehmen.

Langsam wurde es duster, als wir auf dem Elsterwehr am Palmengarten ankamen. Unter der Brücke strömte kraftvoll das Wasser ins Wehr und auf der Brücke begegneten sich Radfahrer, Spaziergänger, Jogger.
Besonders gutes Licht für Fotos hatte ich nicht, aber ich wollte unbedingt den Moment festhalten. Wenn ich in alten Blogbeiträgen „scharre“, merke ich, wie viel und wie schnell ich doch immer vergesse. Diese Erinnerung möchte ich aber unbedingt behalten, das Elsterwehr, den dreibeinigen, tapferen Hund und den angenehmen Spaziergang mit einer Freundin.

Und  ihr wisst schon: Ein Klick öffnet die Galerie.

 

 

 

 

 

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