Leipzig singt und ich singe mit.

Wenn ich mich nicht so sehr vor der Knallerei morgen gruseln würde, könnte ich mich auf den Tag freuen. Einmal, weil ein Jahr zu Ende geht. (Nein, ich fand es nicht schlimmer als andere.) Und zum anderen, weil Neues beginnt. Vom Jahresanfang ist das eher nicht abhängig, eher vom Zufall oder weil man etwas schon ganz gut vorbereitet hat. Gestern fand ich einen interessanten Aufruf, fasste mir ein Herz und meldete mich an. Leipzig singt und ich singe mit.

Im nächsten Jahr wird sich auch das Erscheinungsbild meines Blogs verändern und um eine Shop erweitern. Mit meinem Buch geht es voran und wer weiß, was das neue Jahr mir noch so bringt. Ich werde keine Hemmungen haben, Neues dankbar anzunehmen. Im Moment hat mich eine wohltuende Ruhe erfasst, eine die mich klar denken und zufrieden sein lässt. Wenn ich das festhalte, machen mir die unangenehmeren Dinge weniger aus und werden mich vor allem nicht niederdrücken können.

Leipzig singt auch im Luther-Jahr

Im nächsten Jahr ist Luther-Jahr. In fünf Städten wird es im Mai Veranstaltungen geben, anlässlich des Kirchentages. In Leipzig steht die Musikstadt im Vordergrund. Einen großen Chor wird es geben, 500 Leute stark. Ich habe es immer bedauert, dass ich damals, nach dem Konzertchor, nicht mehr weiter gesungen habe. Bedauern ist das eine, etwas ändern das andere. Und es könnte sich etwas ändern im nächsten Jahr.

Ich habe all meinen Mut zusammen genommen und habe meine Altstimme angemeldet, die zu meinem Leidwesen, damals auch immer mal bei den Tenören aushelfen musste. Noch am Abend erhielt ich eine Mail, dass mir Anfang des Jahres die Noten zugeschickt werden. Das Stück wird gerade noch komponiert und soll die Auseinandersetzung Luthers mit Eck zum Inhalt haben.
Der Leipzig singt e. V. organisíert übrigens jährlich Mitsingkonzerte für Laiensängerinnen und -sänger, die gemeinsam mit professionellen Musikern im Orchester und als Solisten ein chorsinfonisches Werk aufführen. Das nächste ist im Oktober, mit u.a. Bruckners Messe in f-Moll.

Ich werde nun jetzt kein Christ, aber Kirchenmusik gehört zu unserem kulturellen Erbe dazu. Ich glaube, hier in Leipzig könnte ein kleines Stück Musikgeschichte geschrieben werden.
Leipzig singt und ich darf mitsingen. Ich freue mich darauf.
Ein spanisches Sprichwort besagt übrigens:

Wer singt, verscheucht sein Unglück.

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