Eiszeit – nicht nur in Leipzig oder weil Winter ist.

Eiszeit ist. Und das nicht nur in Leipzig und im Winter.

Manche Sachen möchte ich am liebsten nicht hören oder lesen. Auseinandersetzen muss ich mich aber mit dem, was um mich herum passiert, und deshalb suche ich mir dann doch immer Information zusammen. Weil ich mich orientieren muss, mir eine Meinung bilden und ein bissel abschätzen, was in der nächsten Zeit auf mich zukommen könnte.
Bis vor Kurzem habe ich geglaubt, dass ich in das Land meiner ältesten Tochter gehen kann, wenn hier alles ganz schlimm wird. Seit letzten Freitag habe ich das gestrichen und auch Reisen dahin. Ich mag nicht mehr.

Getröstet haben mich die Demonstrationen am Wochenende in den USA. Nicht nur, dass viele Menschen in den Städten auf den Beinen waren, es waren auch viele Prominente da, Politiker, Schauspieler, Sänger, Künstler. Gut so.
Vielleicht sollte man mal über Demokultur hier bei uns sprechen.

Eiszeit - nicht nur in Leipzig

Na gut, der ausfallende Nebel verwandelte meine Stadt in eine Winterwunderwelt. Und weil es so saukalt ist, blieb sie auch. Draußen habe ich kaum Fotos gemacht, nur mal mit dem Handy. Ich hatte einfach keine Lust, die Kamera mit zu nehmen.

Bei dem kalten Wetter ist es schön, wenn man in einem warmen Zuhause sitzen kann. Ich habe mit der Nadel gefilzt. Ein Türkranz ist fertig, der zweite fast. Und wenn ich mal Langeweile haben sollte, bekommt die Wiese noch einige Gänseblümchen.
Gestern hat es mich gerappelt und ich bin am Sonntag in die Buchhandlung Ludwig auf den Hauptbahnhof gefahren. Ich rauche nicht, ich trinke keinen Alkohol und da dachte ich, dass ich mir mal zwei Zeitschriften leisten kann. Sie waren nicht ganz billig, aber ich habe wieder feine Anregungen bekommen. In meinem Zettelkasten sind die Ideen angewachsen und ich werde gut zu tun haben, trotz Eiszeit, vor dem Fenster, im Lande und anderswo.

Ein mit der Nadel gefilzter Türkranz - trotz Eiszeit.

 

 

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