Schafe schmusen auf der Haus-Garten-Freizeit-Messe in Leipzig.

Heute habe ich den Frühling gesehen und ich war Schafe schmusen auf der Haus-Garten-Freizeit-Messe in Leipzig.

Den Stahlbau muss ich jedes Mal fotografieren, wenn ich auf der Messe bin. Irgendwie komme ich nicht daran vorbei. Durch die Scheiben sieht man strahlend blauen Himmel und in der Wärme der Halle war es schon ein bisschen wie Frühling.
Das Gastland ist in diesem Jahr übrigens Italien.

Die zahlreichen gastronomischen Einrichtungen interessierten mich nicht. Auch nicht all die anderen Verkaufstände für Wunderreinigungsgeräte und -mittel, Saunen, Wintergärten, senorengerechte Helferlein, Kosmetik mit der man immer jünger wird und so etwas.
Am Stand des Kreisverbandes Leipzig der Kleingärtner musste ich mal kucken, weil man dort schon mal den Frühling besuchen kann. Die Enten, die mir sonst immer so viel Freude machen, mussten zu Hause im Stall bleiben. Wegen der Vogelgrippe.
Hier hätte ich mir noch mehr Bänke gewünscht, zum einfach Hinsetzen und Seele baumeln lassen.

Auf die Haus-Garten-Freizeit hat es mich diesmal regelrecht hingezogen. Warum? Ich musste zu den „Viechtern“. Die bringt das Lehr-und Versuchsgut Oberholz der Uni Leipzig mit zur Messe. Wenn ich die richtige Halle gefunden habe, brauche ich nur noch der Nase nach zu gehen.

Den hätte ich am liebsten mitgenommen. So ein schönes und nützliches Tier. Wolle, eine Handspindel und noch etwas Kleinkram bekommt man bestimmt in den Taschen unter. Und dann würden wir losziehen, durch die Stadt. 🙂
Den Esel nebenan habe ich auch noch gestreichelt und mit zwei kleinen Mädchen gestaunt, dass er so weiches Fell hat. Aber dann musste ich weiter. Ich wollte ja Schafe schmusen.

Angekommen am Ziel der Wünsche. Ich hatte Glück. Es war gerade etwas ruhig geworden am Pferch. Hundetag war heute auf der Messe, aber es war gerade keiner da. Ich habe immer Angst, dass ich mich ein bisschen zum Affen mache, also rief ich ganz leise nach dem Schaf. Und tatsächlich, Schaf 404 kam an den Zaun.

Das sind so liebe Tiere mit einem unglaublichen Urvertrauen in uns Menschen. Das spürt man, wenn man ihnen in die Augen schaut.
Dem Schaf habe ich hinter einem Ohr gekrault. Ich weiß, dass ihnen das gefällt. Mit dem amtierendem Schafbock damals habe ich das auch immer gemacht.

„Wenn du dich mal rumdrehst, kraule ich dir das andere Ohr auch noch“, murmelte ich leise. Als ob es das verstanden hat, das andere Ohr wurde auch noch gekrault. Der Kopf des Schafes senkte sich, die Augen wurden schmaler und schmaler. Es hatten sich Leute angesammelt hinter uns. Und die freuten sich ehrlich.
„Schlaf nicht ein“, flüsterte ich gerade dem Schaf zu. Die Befürchtung war unbegründet, denn die beiden Lämmer kamen laut blökend zu ihrer Mutter gerannt. Sie hatten Hunger..

Hach, wenn …
Nein, ich war Schafe schmusen und das Glücksgefühl wird wieder eine Weile anhalten.

 

 

6 Kommentare zu “Schafe schmusen auf der Haus-Garten-Freizeit-Messe in Leipzig.

  1. Oooh das klingt so gut! Ich bin übrigens davon überzeugt, dass Tiere genau verstehen, was wir sagen.
    Du hast heute wieder Schätze für dein inneres Schatzkästchen gesammelt.
    Sei lieb gegrüßt.

    1. Ja, ich habe wieder Schätze gesammelt und Wohlfühlmomente.
      Bei der Gelegenheit ist mir eine Idee gekommen. Die braucht aber ganz ordentlich Mut und den muss ich mir erst noch zulegen. 🙂
      Liebe Grüße

    1. Schafe und Ziegen, da habe ich wahrscheinlich wirklich einen Draht hin. Ich kenne sie ein bisschen, durfte eine Zeit lang länger mit ihnen zusammen sein.Ich nutze gerne jede Gelegenheit, Schafe zu treffen, beobachte sie auch gern.
      Und im Frühsommer freue ich mich auf Wolle. 😊
      Liebe Grüße an dich.

Comments are closed.