Licht im Dunkel. Wie wichtig das ist.

Licht im Dunkel oder besser gesagt, Licht hineinzubringen in jedes Dunkle, das halte ich für so unsagbar wichtig. Und ich denke, Dunkles gibt es gerade genug.

 

Manchmal denke ich, dass das Bloggen unbeschwerter wäre, wenn es die Kommentarfunktion nicht gäbe. Nicht immer ist Zeit, nicht immer sind Ideen, nicht immer ist Lust zum Schreiben. … So blöd wie es ist, so viel am Computer zu hängen, aber für mich ist es das beste Verständigungsmittel, weil ich bisher zum Glück noch gut lesen kann.

Diese Aussage einer Blogfreundin hat mich ordentlich ins Grübeln gebracht. Ich hatte ihr geschrieben, weil es mir sehr leid tut, dass ich gerade so wenig Zeit habe, mich um die Blogger zu kümmern, die mir im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen sind. Sie gehört dazu.

Ich rase nicht durch das Internet, mache jede Aktion mit und kommentiere, was das Zeug hält, damit auch ich ständig viele, viele Kommentare habe. (Übrigens, bei Google steht man da nicht besser da. Die wollen Inhalte.)
Ich freue mich über jeden ernsthaften Kommentar, denn das hat mir schon so oft die Anregung gebracht, die mir gerade fehlte. Freundschaften sind entstanden über weite Distanzen hinweg.
(Über Kommentare meines Lieblings-spamers freue ich mich natürlich nicht. Die sind für die Tonne und gut ist es.)

Für die Blogger, die mir immer wieder Mut gemacht und bei der Ideenfindung geholfen haben, habe ich gerade zu wenig Zeit. Ich werde mir Mühe geben, für sie da zu sein. Mal zu fragen, wie es jemand geht, finde ich genau so wichtig, wie mal beim Nachbarn zu klingeln, weil man ihn lange nicht gesehen hat.
Manchmal gibt das Kümmern um einander genau das Licht im Dunkel, das bisschen Wärme, welches gerade gebraucht wird. Nicht alles lässt sich über den Blog regeln, aber es gibt ja auch noch Telefon und Mail.
Licht im Dunkel

21 Kommentare zu “Licht im Dunkel. Wie wichtig das ist.

  1. Ja so ist es leider oftmals. Manchmal will ich auch nur schnell bei jemandem schauen. Ich lese und möchte kommentieren, aber irgendwie fallen mir keine Worte ein oder ich habe keine rechte Lust. Aber dann habe ich ein schlechtes Gewissen und denke, jeder freut sich doch über nette Kommentare. Also gehe ich wieder hin und schreibe was 🙂
    Nimm dir Zeit Gudrun, das reale Leben geht vor und ein Plausch mit Nachbarn oder Freunden ist mehr wert als nur das Bloggerleben.
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

    1. Im Moment stehe ich etwas unter Druck. Das wird bestimmt mal wieder anders. Auf alle Fälle habe ich mir vorgenommen, die Blogger nicht zu vergessen, die mich schon Jahr lang begleiten.
      Liebe Grüße in die Aue.

      PS: Heute gönne ich mir eine Blogrunde. 🙂

  2. ich habe gerade mal wieder das Telefon benutzt und mit dem Mann von Baerbel – minibares – gesprochen. Ja, das ist wichtiger als nur Bloggen. Und mails, das weisst du ja auch, schreibe ich auch. Alles Liebe an dich.

        1. Mir fehlen immer noch die Worte. Da macht sich so eine Art Hilflosigkeit breit. Bärbel ist eine richtig gute Freundin geworden. Was ihr passiert, ist einfach nur schlimm. Das verdient niemand.

  3. Natürlich kostet Bloggen viel Zeit, aber dadurch kann auch vieles Neue entstehen. Das reale Leben darf allerdings nicht zu kurz kommen.
    Mit der Kommentarfunktion liege ich auch im Zwiespalt, doch ohne hätte man gar keine Resonanz und ich finde den Austausch ganz wichtig, auch wenn man nicht immer Zeit und Lust und Ideen hat, kann ein like zumindest zeigen, ich war da!

    Liene Grüße
    Anna-Lena

    1. Ja, das stimmt. Wir werden signalisieren, dass wir da sind. Ich glaube, es ist sehr wichtig.
      Ich habe gerade verdammt viel am Rechner zu tun, d.h. moft sause ich zwischen Werktisch, Kamera und Rechner hin und her. Ich liebe meinen Rechner sehr, aber am Abend kann ich ihn manchmal nicht mehr ersehen.
      Liebe Anna-Lena, ich schicke dir liebe Grüße.

  4. Leider ist das Leben kein Ponyhof. Wenn man dann derartig gebeutelt wird, bleibt weder Zeit noch Gedanken um zu kommentieren. Wenn ich dann über das Schicksal von der lieben Bärbel lese, dann sage ich mir, wie geht es mir doch gut. Oft fallen mir nicht die richtigen Worte ein, weil mein Matschehirn mal wieder streikt. Trotzdem denke ich an die mir lieb gewonnenen Blogger/innen…

    Herzliche Grüße von Bärbel

    1. Du hast auch ein sehr großes Paket zu tragen, liebe Bärbel und dabei verlierst du deinen Humor nicht, das ist bewundernswert.
      Liebe Grüße auch zu dir <3 ,
      Anna-Lena

  5. Leben ist ist immer lebensgefährlich

    Erich Kästner hat das gesagt und niemand behauptet, dass Leben ein Zuckerschlecken ist. Leider haben manche Menschen die Ar.chkarte gezogen. Bloggen verbindet und trennt doch – trennt deswegen, weil man sich nach Nähe sehnt, die übers Net nicht zu geben ist. Manchmal werden Erwartungshaltungen gesetzt, die nicht erfüllt werden können – da hilft es, wenn man weiß: jemand denkt an mich. Ich dachte auch erst letztens wieder an Bärbel und bete für sie. Das ist nicht dahergesagt – in einem meiner Fenster steht eine Kerze für alle benachteiligten Menschen dieser verdammten Erde!

    1. Ich weiß nicht, nach Nähe sehne ich mich nicht. Das ist es nicht, was ich erwarten würde. Freundschaftlichen Umgang miteinander, Vertrauen wahren, Ehrlichkeit, das erwarte ich schon eher.
      Bärbel und ich, wir sind sehr verschieden. Sie lebt z.B. das Christsein, ich habe mit Religion nichts am Hut. Bärbel hat nie das Trennende gesucht, sondern Gemeinsamkeiten. Und das war gut so. Ich vergesse das nie, wie sie ein Spinnrad in den Garten geschleppt hat.
      Ich empfinde es als schlimm, dass ich ihr nicht helfen kann, nicht beistehen, nicht trösten. Das tut mir sehr weh.

  6. Hallo Gudrun, so ist das mit dem Kommentieren – es strengt (ein wenig) an, aber es zeigt auch, dass sich jemand ein paar mehr Minuten Zeit nimmt als ein Like kostet.
    Richtige Freundschaften können wohl nur aufgebaut werden, wenn man sich über das Netz hinaus auch persönlich trifft oder besucht – doch dann tut es um so mehr weh, wenn diese Person krankheitsbedingt nicht mehr da ist. Ich habe es ja nun schon zweimal erlebt – und es tut richtig weh, weil man nicht helfen kann, nichts machen kann.
    Waaaaaaaaaaaas? Du hast einen Lieblingsspammer? Was es doch in Bloggershausen alles so gibt. Ich möchte so etwas nicht haben – aber bei mir würde der verhungern. Ich gucke manchmal wochenlang nicht in meinen Spamordner – der würde dort Schimmel ansetzen.
    Morgen früh (Samstag!!!!) habe ich in aller Herrgottsfrühe einen MRT-Termin. Bei der anderen Stelle, die ich zuerst angerufen hatte, wollten sie mich Anfang Mai „bedienen“. Da stehe ich doch lieber zeitig auf.
    Das Leben ist sehr oft so, wie wir es uns nicht wünschen.
    Lieben Gruß zu dir von Clara

    1. Das mit dem Spammer erzähle ich dir mal bei Gelegenheit. Der hält sich für besonders toll und zieht alle Register, um durch zu kommen. Was manche Leute für einen Aufwand treiben! Der Satz war für diese „Nase“ gedacht, doch endlich Ruhe zu geben.
      Ich kann gar nicht alle liebgewordenen Blogger treffen. Sie wohnen zu weit weg und zum Reisen fehlt mir einfach das Geld. Trotzdem kenne ich manche ganz gut und möchte sie nicht mehr missen.
      Liebe Grüße zu dir

  7. Ich denke, dass wir alle Verständnis dafür haben, dass du halt mal keine Zeit für Blogrunden und Kommentare hast. Wir werden dir ganz sicher die Stange halten, wie man so schön sagt, und dich nicht abschreiben, nur weil du den Kopf grad mit anderen, wichtigen Dingen voll hast. 😉
    Sei lieb gedrückt. ♥

Comments are closed.