Katharina von Bora. Eine Anregung zur Spurensuche.

Katharina von Bora

Gestern habe ich den Film „Katharina Luther“ in der Mediathek gesehen. Katharina von Bora, Luthers Frau, ist für mich keine Unbekannte und schon öfter sind mir bei Ausflügen ihre Spuren begegnet. Kein Wunder, denn es ist meine unmittelbare Heimat, in der sich ihr Leben anspielte.
Im Film gab es eine Stelle, in der die Nonnen und eben auch Katharina von Bora einen Gang im Kloster entlang laufen. Die Mauern und das Licht war in dieser Szene etwas anders. Man war ja auch an einem anderen Drehort, nämlich im Kloster Nimbschen, aus dem Katharina von Bora floh, um außerhalb der Klostermauern ein selbstbestimmtes Leben zu beginnen.
Von dem Kloster ist nur eine Ruine übrig geblieben.

Katharina von Boras Geburtshaus war ein Gut in Lippendorf, ein Ortsteil der Gemeinde Neukieritzsch in Sachsen. Als ich mit meiner Freundin Hella in ihrer Gemeinde unterwegs war, fand ich auch das Denkmal für die Luthers, welches Katharina von Bora und Martin Luther zeigt.

Der Film gestern hat mich sehr berührt. Warum? Weil er eine Frau zeigt, die sich nicht mit der ursprünglichen und ihr zugedachten Rolle als Frau in der Gesellschaft zufrieden gab. Viel Mut gehörte dazu, weil es eben nicht so war, dass sie als Heldin gefeiert wurde. Im Gegenteil, denn sie brachte erst einmal bestehende Regeln durcheinander.
Und dennoch: Egal, was es für Widerstände erstmal gibt, es verändert sich doch etwas.
Das nun wieder macht mir Mut, in meiner Situation und in meiner Zeit.

Am Sonntag wird mich meine Freundin abholen, die auf Besuch in Leipzig ist. Ich darf ein Ausflugsziel bestimmen. Ich würde gerne weiter auf Spurensuche gehen nach Katharina von Bora.

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