Hände zeichnen und noch ein bisschen mehr.

Ach, ich wünsche mir, dass ihr ein schönes Wochenende hattet. Beim Hände zeichnen hatte ich diesen Wunsch.

Gestern war so geniales Wetter, dass ich hier alles stehen und liegen gelassen habe und mich draußen in die Sonne gesetzt habe, im Hemdchen. Die Sonne auf der Haut hat mir unglaublich gut getan. Nur auf meine Augen habe ich nicht aufgepasst. Dabei hatte mich die Augenärztin gewarnt.

Trotzdem habe ich mich heute an den Rechner gesetzt. Hände zeichnen war angesagt, denn ich habe einen Auftrag und muss mich sputen. Ein gutes Stück habe ich schon geschafft.

Am Abend dachte ich, mir etwas Gutes zu tun. Ich habe den Fernseher angemacht und den Weltspiegel gekuckt. Das was ich sah hat mich recht traurig gemacht. In Kenia ist eine solche Dürre, dass die Tiere sterben. Man sagt immer, zuerst sterben die Tiere … Anderenorts wird weiter gewurstelt und Profit erknechtet wie bisher und in immer größeren Ausmaßen. Die Klimaerwärmung wird geleugnet und schon ist alles gut.
Auch ein weiterer Beitrag gab mir zu denken, der neue Personenkult um Stalin. Als junge Frau an einer Leipziger Hochschule haben wir Jungschen mal gemault über sinnlose starre Regeln. Mein Professor meinte dann: „Sei froh, dass du nicht erlebt hast, dass wir immer den Genossen Stalin in Abwesenheit  ins Präsidium wählen mussten.“
Damals blieb mir der Mund offen und heute, bei dem Beitrag aus Russland, wahrscheinlich auch wieder.

Manchmal denke ich, ich sollte weniger Fernsehen kucken, aber die Augen zumachen vor dem, was um mich herum geschieht, will ich nicht. Nein. Alles in Maßen ist schon in Ordnung.

Morgen zeichne ich weiter. Danach fahre ich in die Buchhandlung Lehmann und kaufe für Vivi eine Postkarte  von Leipzig. Die es in meiner Nähe gab, waren grottig. (Und mich belohne ich mit meiner Lieblingszeitschrift.)

Na, dann, einen guten Wochenbeginn euch allen.

Hände zeichnen

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