Tieraugen zeichnen und filzen. Auch sie sind ein Fenster zu einer Seele.

Ich freue mich, dass ich so schnell den Faden für das Buch wiedergefunden habe. Meine Befürchtung war, dass ich ihn verloren hatte. Schließlich habe ich drei Tage nichts am Buch gearbeitet. Tieraugen zeichnen wollte ich und danach die Zeichnungen mit der Filznadel und Wolle umsetzen.

„Die Augen sind das Fenster zur Seele.“, sagte Hildegard von Bingen. Sicher bezog sich das darauf, dass man an den menschlichen Augen bestimmte Seelenzustände ablesen kann, wie Angst, Freude, Zuneigung. Sie sind eben mehr als nur ein Sinnesorgan.

Und meine Tiere?

Es gibt so viele verschiedene Augen, mit unterschiedlichem Aufbau und unterschiedlicher Funktionalität. Und sie machen das Aussehen der Tiere aus.

Nein, Anleitungen um alle Augen der Welt filzen zu können, kann ich nicht schreiben, aber vielleicht Anregungen geben, wie man Tieraugen zeichnen und dann filzen kann, genau die, die man auch will oder braucht.

Tieraugen zeichnen ist erledigt. Gefilzt habe ich sie auch, die Fotos sind bearbeitet. Eigentlich könnte ich mich jetzt freuen, aber ich hatte ohne Pause durchgerackert, die Nerven lagen etwas blank, ich fand erstmal alles ganz schrecklich und musste heulen. So richtig.

Als ich mir Bilder von einer Giraffe im Netz ansehen wollte, fand ich Fotos von einer Jagd-Safari. Da gibt es wirklich Menschen, die posen mit der Waffe in der Hand neben einer sterbenden Giraffe. Ekelhaft. In solchen Momenten wünsche ich denen ein Rudel Löwen an den Hals.

Jetzt mache ich ein Päuschen und dann schreibe ich noch den Text. Und dann:

Ablage!

Tieraugen, gezeichnet und gefilzt

10 Kommentare zu “Tieraugen zeichnen und filzen. Auch sie sind ein Fenster zu einer Seele.

  1. Mich fasziniert das schon, wie lebensecht du diese Augen filzen kannst. Da spiegelt sich wirklich eine Seele drin. Besonders die Augen auf dem mittleren Foto.
    Ach Gudrun, gönn die immer mal eine Pause, hörst du?

    1. Ich denke mir das auch, liebe Bärbel, und deshalb bekommen die Rieraugen einen eigenenn Abschnitt.
      Und danke für das Lob.
      Liebe Grüße an dich.

  2. „Als ich mir Bilder von einer Giraffe im Netz ansehen wollte, fand ich Fotos von einer Jagd-Safari. Da gibt es wirklich Menschen, die posen mit der Waffe in der Hand neben einer sterbenden Giraffe. Ekelhaft. In solchen Momenten wünsche ich denen ein Rudel Löwen an den Hals.“ – Liebe Gudrun, ich hoffe, dass meine geliebten Löwen soviel Charakter haben, dass sie diese Waffenbenutzer zwar mit ihren Pfoten umhauen, aber nicht fressen – da kann man eine innerliche Vergiftung bekommen.
    Mit Gruß von mir

    1. Gut, ja. Die können ja mal richtig schubbsen. Das reicht ja vielleicht auch schon.
      Mir ist beim Anblick dieser Bilder wirklich die Galle hochgekommen. Meine Mutter hatte keine besondere Bildung, aber sie sagte immer: Wer keine Tiere mag, der liebt auch die Menschen nicht. Sie hatte Recht.
      Sonnige Grüße aus Leipzsch.

  3. Haha. Wenn du Froschaugen sehen willst, dann kannst du grad zu mir schauen kommen. Ich hatte heut eine tierische Begegnung der besonderen Art.
    Aber deine Augen sind dir sehr gut gelungen!
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

    1. Naja, da lag ich doch gar nicht so falsch mit den Froschaugen. Auch der Fuchs ist toll. Hach, es ist schon schön in deiner Aue. Dort würde ich mich wahrscheinlich sehr wohlfühlen.
      Herzliche Grüße

  4. Deine gefilzten Augen sind ungemein ausdrucksvoll und schön…
    Wie heisst es doch seit langem schon wieder und immer wieder: Der Mensch ist das grausamste aller Tiere…
    Sei lieb gegrüßt, und sei bitte gut zu dir selbst. ♥

    1. Ja, das stimmt. Darüber, wie Menschen sein können, denke ich in letzter Zeit viel nach. Ich kann es nicht verstehen. Neid, Mißgunst, Geltungsbedürfnis – meine Güte, ich mag das so gar nicht.
      Die Tieraugen bekommen einen eigenen Abschnitt. 🙂

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