Was tun, wenn einem das Herz schwer ist? Beschäftigen und zu einer Meinung finden.

Morgens, ganz zeitig, gleich nach dem Aufwachen, lese ich erstmal die Nachrichten. Es war wieder einmal wenig erfreulich. Bei der Gelegenheit sah ich, dass meine älteste Tochter noch (!) wach war. Was daran so besonderes ist? Ich sitze in Leipzig im Bett und sie in Los Angelas.

„Warum schläfst du denn noch nicht?“, fragte ich sie.
„Ich mache mir Sorgen“, kam als Antwort zurück.

Wir hatten beide das Gefühl, dass wir am Rande eines Krieges herumturnen, finden das, was gerade passiert, überhaupt nicht gut.
Was alo tun, wenn einem das Herz schwer ist?

Für einen Gartenverein sollte ich ein Osterbildchen zeichnen. Mit so etwas habe ich mich manchmal schwer, finde schlecht Bezug. Den Familientag in der Stadtbezirksbibliothek in Böhlitz-Ehrenberg für morgen hatte ich vorbereitet, die Kiepe ist längst gepackt. (Drückt mir mal die Daumen, dass es gut wird.)
Und weil es vielleicht gut ist, sich zu beschäftigen, wenn einem das Herz schwer ist, habe ich eben Ostern gezeichnet für den Gartenverein. Und der Admin hat es auch schon auf die Seite gepackt.

Wollt ihr mal sehen?

Zeichnen, wenn einem das Herz schwer ist

16 Kommentare zu “Was tun, wenn einem das Herz schwer ist? Beschäftigen und zu einer Meinung finden.

  1. Was für ein entzückendes Osterbildchen! 🙂
    In Stockholm scheint man die „Antwort“ auf die Aktion des Trumpels bereits gegeben zu haben. Wann wird man endlich begreifen, dass Gewalt nie eine Lösung sein kann?
    Ich grüße deine Tochter in Amerika, und sende euch Beiden meine guten Gedanken. ♥

    1. Danke, liebe Freidenkerin.
      Weißt du, wenn alles so zusammen passt, auch zeitlich, dann macht mich das stutzig. und du hast so Recht, Gewalt hat noch nie ein Problem gelöst.
      Liebe Grüße an dich

  2. Ich würde mich auch so gern vorbehaltlos über Ostern und deine neckische Zeichnung freuen, aber ich finde die gesamte Umwelt überwiegend schrecklich. Dass deine Tochter, die ja so dichte bei wohnt, Manschetten hat, kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich denke, es wird hoffentlich nicht so schlimm, wie manche vermuten.
    Drück die Daumen für morgen. Herzlich
    Clara

    1. Der Krieg ist von Los Angeles genauso weit weg oder so nah, wie von uns. Wir sind geografisch sogar näher dran – es macht keinen Sinn Angst zu haben. Wenn’s knallt, dann richtig und der nächste Weltkrieg ist im wahrsten Sinn des Wortes bombastisch!

      1. Doch, wir haben Angst, jeder von seinem Land aus, denn wir sind Staatsbürger zweier Länder mit allen Rechten und auch Pflichten. Wir wünschen uns beide besonnene Regierungen, keine Weltgendarmen und auch keine alles abnickende Ja-Sager.
        Ich nehme nicht hin, dass es kommt wie es kommt und dass, wenn es knallt, richtig knallt. Besser, es knallt nicht. Nirgendwo.

    2. Ich finde es auch gerade richtig schrecklich, liebe Clara. Jeden Tag schlimme Nachrichten. Man kann nicht immer weghören und wegsehen. Niemand ist mehr weit weg von Brennpunkten. Wir sind mittendrin.

  3. Liebe Gudrun, so süß dein Garten-Hasen-Bild <3
    Jetzt hast Du mir ein Lächeln ins Gesicht gezaupbert. Vielen Dank, dass Du es gezeigt hast.
    Ja, Du hast recht. Etwas Tun hilft.
    Lieben Gruss von der Mia, der das <3 in letzter Zeit öfter mal schwer ist.
    P.S. Und genau dieses Bild hat es etwas leichter gemacht….

    1. Das freut mich jetzt echt, liebe Mia. 😊
      Ich weiß, ich sollte wieder mehr zeichnen, hätte es nicht, wenn man mich nicht um das Osterbild gebeten hätte. Vielleicht schaffe ich es, mir meine Bucharbeit besser einzuteilen und immer mal zu zeichnen. ich werde es versuchen.
      Ich schicke dir ganz liebe Grüße

  4. Was für ein lieber Osterhasenmann, ganz Kavalier.
    Ja, die Weltlage ist nicht erfreulich. Hoffen wir, dass wir ein friedliches Osterfest und ein friedliches 2017 haben.

  5. Ich muss mich nach schlimmen Nachrichten auch ablenken. Ich will das schlimme Geschehen nicht zu sehr an mich heran lassen, weil es einen verrückt machen kann. Die Menschen haben nichts besseres zu tun, als sich zu bekriegen. Ein endloses Thema …

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