In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat.

In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat – so fängt das Märchen vom Froschkönig an, gefolgt von einem langen Satz, an dem man ein ordentliches Stück Grammatik abarbeiten könnte und der sich doch so gut liest. Weil die Sprache der Märchen so schön ist, erzähle ich nicht nur welche, ich lese sie auch gerne vor. Wie am Sonnabend in der Stadtbezirksbibliothek Bölitz-Ehrenberg.

Es war viel los in der Bibliothek, aber ich habe von allem nicht viel mitbekommen. Auch Kaffee und Kuchen fiel für mich aus, denn ich hatte die ganze lange Zeit zu tun, war umgeben von nur freundlichen Menschen, Bibliotheksmitarbeitern, Vatis und Muttis, Großeltern, Kindern. Die Zeit verging schnell.

… wo das Wünschen noch geholfen hat. Oh ja, ich habe mir sehr gewünscht, dass ich nichts vergesse, dass es für die Besucher kurzweilig und einfach nur ein schöner Tag wird. In vielen Stunden vorher läuft die Veranstaltung immer wieder, immer wieder vor mir ab und erst ganz zum Schluss packe ich die Kiepe mit dem, was ich brauche. Was wir brauchen.

Die Erfahrung brachte es, dass ich inzwischen gut zeigen kann, wie vom Schaf ein Faden kommt mit entsprechenden Märchen an den passenden Stellen.  Jeder kann mitmachen beim Wolle kämmen, Spinnen und Weben. Ausbaufähig ist es allemal noch.
Die Sprache und die Aussagen der Märchen mag wahrscheinlich nicht nur ich, denn es blieben auch viele Erwachsene bei mir sitzen und hörten zu. Schön war das.

Diese Veranstaltung ist nun Geschichte und ich arbeite jetzt mal weiter an meinem Buch. Eins aber muss ich sagen: Sich etwas wünschen können tut auch in unseren Zeiten richtig gut.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Susanne Schneider.

15 Kommentare zu “In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat.

  1. Ohne Wünsche und Träume wären wir arm. Auch wenn sich nicht alle Wünsche erfüllen werden, so sollten wir welche haben.
    Schön, dich zu sehen liebe Gudrun.
    Märchen hören auch gern Erwachsene, wir fühlen uns dann in die Kindheit zurück versetzt.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    1. Stimmt, es nimmt sich jeder aus den Märchen mit, was ihm wichtig ist. Das klappt bei Jung und Älte. 🙂
      Herzliche Grüße in die Aue.

  2. So schön, dein Bericht und die Fotos. Ich finde dieses Angebot so stimmig und wertvoll. Du machst das mit deinem ganzen Herzblut, das kann nur gut sein.
    Auch für die weitere Arbeit an deinem Buch wünsche ich dir immer ganz viel Freude und kraftvolle Inspiration.
    Liebe Grüße von Beate

    1. Danke, liebe Beate, ich bleibe auf alle Fälle dran. 🙂
      Das Spinnen mit allem Drum und Dran und die Märchen passen inzwischen gut zusammen. 😊
      Liebe Grüße an dich.
      Bitte streichele die Priska von mir.

  3. Es war einfach schön, dabei zu sitzen und zu schauen, zu hören (auch wenn du gerade keine Märchen erzähltest, als ich da war, so war das leise Sirren der Spindel ungemein erholsam) und zu spüren (die Nähe, die in kurzer Zeit bei handwerklichen Tätigkeiten untereinander entsteht, ist immer wieder verblüffend)… Danke, ich konnte nicht sehr lange bleiben, komme aber gern wieder und vielleicht erzählst du mal Märchen und ich (vielleicht sogar zu zweit mit meiner Duopartnerin) mache dazu Musik? Das wäre sehr schön! Dinge, die die Menschen verbinden, braucht die Welt, ob es nun Spinnen & Weben oder die Musik ist… sie entführen in eine andere fantasievolle Welt und wenn man in die reale zurückkommt, sieht man manche Dinge in anderem Licht.
    Liebe Grüße von Susanne

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