In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat.

In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat – so fängt das Märchen vom Froschkönig an, gefolgt von einem langen Satz, an dem man ein ordentliches Stück Grammatik abarbeiten könnte und der sich doch so gut liest. Weil die Sprache der Märchen so schön ist, erzähle ich nicht nur welche, ich lese sie auch gerne vor. Wie am Sonnabend in der Stadtbezirksbibliothek Bölitz-Ehrenberg.

Es war viel los in der Bibliothek, aber ich habe von allem nicht viel mitbekommen. Auch Kaffee und Kuchen fiel für mich aus, denn ich hatte die ganze lange Zeit zu tun, war umgeben von nur freundlichen Menschen, Bibliotheksmitarbeitern, Vatis und Muttis, Großeltern, Kindern. Die Zeit verging schnell.

… wo das Wünschen noch geholfen hat. Oh ja, ich habe mir sehr gewünscht, dass ich nichts vergesse, dass es für die Besucher kurzweilig und einfach nur ein schöner Tag wird. In vielen Stunden vorher läuft die Veranstaltung immer wieder, immer wieder vor mir ab und erst ganz zum Schluss packe ich die Kiepe mit dem, was ich brauche. Was wir brauchen.

Die Erfahrung brachte es, dass ich inzwischen gut zeigen kann, wie vom Schaf ein Faden kommt mit entsprechenden Märchen an den passenden Stellen.  Jeder kann mitmachen beim Wolle kämmen, Spinnen und Weben. Ausbaufähig ist es allemal noch.
Die Sprache und die Aussagen der Märchen mag wahrscheinlich nicht nur ich, denn es blieben auch viele Erwachsene bei mir sitzen und hörten zu. Schön war das.

Diese Veranstaltung ist nun Geschichte und ich arbeite jetzt mal weiter an meinem Buch. Eins aber muss ich sagen: Sich etwas wünschen können tut auch in unseren Zeiten richtig gut.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Susanne Schneider.

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