Wird Ostern das neue Weihnachten? Bei mir ganz bestimmt nicht.

„Wird Ostern das neue Weihnachten?“, fragte irgendeine Zeitung. Untersuchungen hätten ergeben, dass zu Ostern mehr gekauft und Geld ausgegeben wird als zu Weihnachten.
Kaufen, kaufen, kaufen – das nimmt schon groteske Züge an. Aber eigentlich interessiert mich das nicht. Es hat mich nie interessiert.

Ostern war bei uns schon immer ein Fest der Familie. Der Frühling setzte sich immer mehr durch gegen den Winter und bestimmte die Motive, die wir auf die Ostereier malten. Früher stand ich mit hochrotem Kopf und geschwollener Halsschlagader in der Küche und pustete Eier für meine Kinder aus, zum Bemalen. Gestern übernahm das mein Sohn. Für mich.

Und dann haben wir beide gemalt.
Meinem Sohn hatten es Formen und Muster angetan, mir die Ostereier. Man kann so gut schwatzen beim Malen, nebenher Käffchen trinken.

Schenken kann man sich schon etwas zu Ostern: Zeit. Zeit für einen Besuch und Gemeinsamkeit oder Zeit für ein ausgiebiges Telefonat. Ich habe beides bekommen.
Das sind die unvergesslichen Momente, die mit keinem Geld aufzuwiegen sind.

Zurück zur Ausgangsfrage. Wird Ostern das neue Weihnachten? Ich finde die Frage doof und nein, bei mir nicht.


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