Wenn zwei Nichtkinder plötzlich Lust zum Eier bemalen haben.

Eier bemalen gehört in unserer Familie zu Ostern dazu, wie der Stollen zu Weihnachten.
Das Schöne an Feiertagen ist, dass man sich darauf vorbereiten kann und dass es Traditionen und Bräuche gibt, die erlebbar bleiben. Damit meine ich nicht das Einkaufen in einer Art, als ob der Weltuntergang droht.

Als ich Kind war, pustete mein Vater die Eier für die Osterbäckerei meiner Mutter aus, damit ich sie bemalen konnte. Später, nun selbst Mutter, stand ich mit hochrotem Kopf in der Küche und in diesem Jahr zu Ostern war es mein erwachsener Sohn. Vielleicht war es die Erinnerung an die Kindheit, die uns drängte, zu Farben und Pinsel zu greifen.

Im Schulhort, damals, brachten die Kinder ausgepustete Eier mit und dann haben wir gemalt. Wehe der Torsten schupste die Jana und der ging ihr Werk kaputt!
Wir brauchten natürlich auch einen Osterstrauß, an dem die Eier hängen konnten. Also zog die ganze Gruppe los zum Kulkwitzer See und sammelte einige Zweige. Am letzten Tag vor den Osterferien bekam jedes Kind sein bemaltes Ei, manchmal waren es auch zwei, mit nach Hause. Für die Zweige haben wir dann nach den Ferien Kirschblüten aus Papier gebastelt.

Als ich im Dörfchen wohnte, gab es dort Osterfeuer und für die Kinder das „Eierschieben“. Solche Bräuche halte ich für wichtig, denn sie sorgen für Zusammenhalt. In der Stadt fehlt mir das ein wenig. Man muss es eben neu erfinden, vielleicht im Kleinen, in der Küche mit Eiern und Farbe.
Ich werde mir für das nächste Osterfest ein Deko-Huhn besorgen. Auf ein Nest gesetzt habe ich dann auch noch einen mobilen Hühnerstall und so etwas wie „Landgefühl“ beim Eier bemalen. 🙂

Tschüss und kommt gut durch die Woche.

Eier bemalen für Ostern

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