Das Erbe des Grafikers. Federn, Pinsel, Tusche, Schleifstein.

Der Vater meiner Freundin war Grafiker und nun musste die Wohnung der Eltern aufgelöst werden, auch das Erbe des Grafikers. Meine Freundin brachte mir aus dem Nachlass Pinsel, Lithographie-Werkzeug, Zeichenkreide und viele, viele Tuschefedern mit. Ich wusste nicht, dass es so viele verschiedene gibt. Dem Grafiker hätte ich gerne beim Arbeiten über die Schulter geschaut, aber das geht leider nicht mehr.

Das Werkzeug aus dem Erbe des Grafikers sei bei mir in guten Händen, sagt meine Freundin. Sie legte auch noch Karton und diverses Papier dazu. Der Schleifstein und die Federn sind schon sehr alt. Ich werde gut auf sie aufpassen.

Dass ich die Werkzeuge bekommen habe, ehrt mich natürlich. Ich werde auch noch zeichnen mit Tusche und Feder,  aber es muss warten, bis ich mit dem Filzen fertig bin. Das hat jetzt im Sommer Vorrang. Heute noch geht meine Bestellung an meinem Lieblingswollhändler raus und dann werde ich mich im Garten austoben.

Eine Einladung habe ich erhalten zum Oma- und-Opa-Tag im Volkskundemuseum in Wyhra. Ich weiß nicht, wie ich meinen ganzen Krempel dahin bekomme. Ich muss mir etwas einfallen lassen, am besten zaubern.
Meine Freundin, die mit dem Grafiker-Vater, kämpft gerade gegen eine der furchtbarsten Krankheiten. Sie hätte mich gefahren, aber sie braucht jetzt selbst allen Beistand. Den möchte ich ihr geben.

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