Wollwerkstatt in Wyhra und eine Frage, die nahe ging.

Gestern war ich den ganzen Tag unterwegs. Ganz zeitig bin ich mit meinem Krempel los, um eine Wollwerkstatt zum Oma-und-Opa-Tag in Wyhra zu leiten. Im Zug gab es gleich die erste Aufregung, weil durchgesagt wurde, dass diese S-Bahn nach Borna fährt. Ich muss aber noch ein Stücke weiter. Der Zugbegleiter sagte mir dann, dass die hinteren Wagen in Borna bleiben, weil sie in Geithain gar nicht an den Bahnsteig passen würden. In Neukieritsch sollte ich umsteigen.
Ich bin also in Neukieritsch mit allem Zeug aus dem Zug gekraxelt. Ebenerdig ist der Ausstieg dort nicht. Dann bin ich den Huckel-Buckel-Bahnsteig entlang gehastet und weiter vorn wieder in den Zug gebuckelt.
Angekommen bin ich dann aber doch.

ein schönes altes Bauernhaus in Wyhra

Mit den Kindern habe ich bis zum späten Nachmittag gefilzt. Geschichten haben wir erzählt und das schönste Erlebnis hatte ich, als ich meine Schatzkiste mit den Fingerpuppen ausgepackt habe. Der Kuckuck und der Esel waren auf meinen Fingern und die Kinder fingen an das Lied zu singen, von ganz alleine. Und klar, sie haben auch die Bremer Stadtmusikanten erkannt.

im Volkskundemuseum in Wyhra.

Es war sehr anstrengend, denn Andrang in der Wollwerkstatt gab es immer. Schön war es aber auch. Eine Frau fragte mich, ob ich mal Lehrerin gewesen sei und ich fragte sie, ob man das merkt. Ja, sagte sie, und dass ich das gut mache. Darüber habe ich ich mich sehr gefreut, weil ich nun wirklich wusste, dass sich alle Vorbereitung und alle Mühe gelohnt hat.

Ich würde mir wünschen, dass ich das viel öfter oder jeden Tag tun könnte. Jeder sollte seine Fähigkeiten ausleben dürfen, ohne Leistungsdruck und ohne finanzielle Sorgen im Hintergrund. Das, was man dann zu geben hat, würde vieles wettmachen.
Aber das wird wohl ein Wunschtraum bleiben.

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