Kartoffelkuchen. Backen wie im Bauernhaus.

Ich hatte Besuch.
Der Kartoffelkuchen aus der Bauernküche in Wyhra hatte mir so gut geschmeckt, dass ich mit meinem kleinen Besuch auch einen backen wollte. Den schönen großen Backofen aus dem Bauernhaus haben wir uns einfach dazu gedacht. Zuerst aber mussten wir beide noch unsere Zutaten kaufen und bereit legen:

  • 500g Mehl
  • Hefe
  • Wasser
  • 375 g gekochte und gepresste Kartoffeln
  • 125 g Butter
  • 3 Eier
  • 3 EL Zucker
  • eine Prise Salz
  • Zimt
  • Zucker
  • Butter

das Hefestück

Die Hefe haben wir in lauwarmen Wasser aufgelöst, mit dem Mehl zu einem Hefestück verknetet und warm gestellt.
Mein kleiner Besuch staunte nicht schlecht, was die Hefe mit dem Teig macht.

Kartoffeln pressen mit meiner alten Presse

Die gekochten und gequetschten Kartoffeln vom Vortag haben wir mit dem Zucker, dem Salz, den Eiern und der Butter verrührt. Das wurde dann mit dem Hefestück gut vermengt. Anschließend haben wir den fertigen Kuchenteig auf  das Backblech verteilt, ungefähr daumendick.
Obenauf wird noch zerlassene Butter gestrichen und alles mit Zucker und Zimt bestreut.
Ich wusste, dass der kleine Junge Zucker und Zimt sehr mag.

der Kartoffelkuchen bräunt - Märchenzeit

25 Minuten haben wir den Kartoffelkuchen in der Backröhre (Umluft) bei 180 °C gebacken.
Backzeit ist Märchenzeit. Während der Kuchen langsam bräunte, konnten wir das dicke Märchenbuch holen und vorlesen.

Wie das duftete!
Von unseren Backkünsten hatte heute das ganze Haus etwas. Der kleine Junge freute sich, dass Zucker und Zimt auf dem Kuchen waren.

es schmeckt

Mein Besuch hat dann seinen Kuchen sehr genossen. Selber Gemachtes steht sowieso immer hoch in der Gunst.
Besonders gut schmeckt Kartoffelkuchen, wenn er noch warm ist. Bleibt etwas übrig, dann sollte man ihn nochmal erwärmen vor dem Verzehr.

Danke an die Frau Jacobi vom Volkskundemuseum in Wyhra, von der ich mir die Idee abgekuckt habe und deren Kartoffelkuchen aus dem alten Bauern-Backofen immer wieder ein Hochgenuss ist.

 

 

 

15 Kommentare zu “Kartoffelkuchen. Backen wie im Bauernhaus.

  1. Liebe Gudrun, das liest sich ja so lecker und sieht noch leckerer aus! Eine Frage habe ich: Auf dem Foto sieht es so aus, als ob Rosinen mit auf dem Kuchen sind, ist das so?
    Liebe Grüße zum Wochenende von der Beate

    1. Der Teig ist etwas nass, wenn er auf’s Blech kommt. Das hat mich zu Beginn etwas nervös gemacht. Nach dem Backen ist er das nicht mehr, nur einfachn locker und luftig. 🙂
      Viel Spaß mit deinen Enkelinnen.

  2. Sieht lecker aus. Das war der erste Kuchen, den meine Mutter zu Kriegsende gebacken hat, allerdings in etwas einfacherer Form. Damals gab es noch nicht so viel. Lecker war er trotzdem, sofern ich mich dunkel erinnern kann 🙂

    1. Ich überlege auch schon, was ich weglassen oder reduzieren kann. Nicht, weil ich es nicht habe, sondern wegen des Hüftgoldes.
      Manchmal ist weniger auch gut.
      Liebe Grüße an dich, liebe Ute. Schön, dass du da bist.

    1. Der Teig ist anders als man ihn gewöhnt ist. Ich dachte zuerst, dass ich etwas falsch gemacht habe, denn er fühlt sich nass an. Beim Backen wird aber alles gut. 🙂
      Liebe Grüße

  3. Sehr lecker sieht es aus, was Ihr da gebacken habt, liebe Gudrun. Ich habe mir das Rezept gleich mal kopiert. Das wird irgendwann einmal ausprobiert 😀
    Danke fürs Teilen und liebe Grüße von der Silberdistel

    1. Ein ganzes Backblech voll Kuchen wurde schnell aufgegessen. Ich hätte das nicht gedacht.
      Liebe Grüße an dich, liebe silbrige Distel.

  4. Den gibt es bei uns immer in der Adventszeit. Früher wurde damit wohl der Stollenteig verkostet. Stollen „darf“ ja erst zum Heilig Abend angeschnitten werden, um schon vorher zu kosten wurde er einfach mit geriebenen Kartoffeln gestreckt und als Kuchen gebacken.
    Lecker!!!

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