Manchmal habe ich ans Aufhören gedacht.

Meine Bloggerei geht nun schon lange. Acht Jahre sind es geworden. Ein komplettes Jahr hatte ich mal gelöscht, ein iBook draus gemacht. Alles andere geigelt noch hier herum.
Oh ja, in dieser Zeit habe ich schon oft ans Aufhören gedacht.

Manchmal sitze ich an meinem Schreibtisch und überlege, was ich denn der Welt Wichtiges zu sagen oder zu geben habe. Ich weiß es nicht. Vieles scheint mir so belanglos.

Hätte ich mein Blog geschlossen, dann wären mir allerdings viele Anregungen durch die Lappen gegangen. Da war zum Beispiel Margarethe, die mir das Buch über Fingerpuppen geschenkt hat. Marion schickte mir ein Schafvlies und dazu ein gefilztes Wollstück aus dieser Wolle. Ich fand die Struktur so schön und habe die ganze Zeit überlegt, was ich daraus machen könnte. Und von Karin Braun kam eine Karte mit einem feinen norddeutschen Motiv darauf. (Die Liste ist unvollständig.)

Als ich die Karte in der Hand hielt wusste ich, was aus dem Filzstück mit der schönen Struktur wird: Ich werde es mit Wolle „bemalen“. Garantiert hat mir Karin das Motiv nicht zufällig geschickt.

Ans Aufhören gedacht habe ich, aber ich werde wohl doch noch ein bisschen weiter schreiben, über meine Themen, über Schafe, Wolle und meine Wollarbeiten. Klar, über meine spinnernden Gedanken werde ich auch schreiben. Die kommen am Spinnrad oder beim Filzen besonders gut und gerne. Allerdings werde ich über das schreiben, was mich bewegt und nicht darüber, was man vielleicht lesen möchte. Schließlich bin ich keine Tageszeitung. Ich brauche keine gute Quote.
Und ich selbst muss auch nicht etwas sein wollen, was ich nicht bin.

Fertig bin ich mit meiner Wollmalerei noch nicht, male heute auch noch ein bisschen. Weil der große Regen in Leipzig ausblieb, kann ich mich dafür sogar auf den Balkon verziehen.
Ich danke euch, die ihr immer da wart. Manche Idee wäre ohne euch nie geboren worden.

Ich hatte ans Aufhören gedacht, aber diese Idee wäre so nie geboren worden.

 

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