Die Weisheit der Navajo-Indianer.

Navajo-Puppe aus den USASie nennen sich selbst „Dineh“. Das bedeutet „Mensch“ oder „Menschenvolk“. Den Name Navajo erhielten sie von den Spaniern.
Meine Tochter hat ein Reservat der Navajo-Indianer besucht und mir eine Puppe mitgebracht. Ich habe mich riesig gefreut und auch schon eine Idee, wie und warum die Puppe mich begleiten sollte, wenn ich wieder mit dem Wollkorb unterwegs bin.

Die Navajo-Indianer haben eine ganz eigene Art, Wolle zu verspinnen. Und das möchte ich zeigen. Ich habe ja nun schon einige Handspindeln in meinem Besitz und irgendwann werde ich mir auch eine Navajo-Spindel zulegen. Es dauert noch ein bisschen, denn als erstes muss ich meine anderen Projekte vorführfertig in der Kiepe haben und dann muss ich eben auch immer erstmal sparen.

Die Navajos leben auch heute nicht gut und immer noch in den Reservaten. Und das unter einem Präsidenten, der sich gar nicht mehr bremsen kann mit seinem Rassengesülz, mit Vorurteilen und wenig Verständnis für Natur und Umwelt. Wenn man sich allerdings mit den indianischen Weisheiten befasst, dann bekommt man eine Ahnung, wie viel Porzellan zerschlagen wurde und wird.

Wolle vorbereiten zum SpinnenHeute habe ich es mir heute auf meinem Balkon bequem gemacht und in aller Ruhe Wolle zum Spinnen vorbereitet. Marion hat mir nochmal welche geschenkt. Ich bin über jede Woll-Spende sehr dankbar.

Zuerst wird die Wolle „gezupft“, das heißt sie wird aufgelockert und von allem befreit, was man nicht in der Wolle haben möchte. Dann habe ich sie gewaschen und den Rest vom letzten Mal kardiert.
Auf meinem Balkon hängen wieder Weihnachtsmannbärte.

Wer mal sehen möchte, was es mit der besonderen Art des Navajo-Spinnens auf sich hat, der kann das hier tun. Es lohnt sich, denn die Ruhe dieser Frau überträgt sich automatisch auf einen selbst.
Sie hat übrigens keine Haspel und ihre Art, die Wolle zu wickeln finde ich genial. Aus dieser Wolle entstehen dann Teppiche, Decken und auch die berühmten Ponchos. Ich habe einen geschenkt bekommen aus den Anden in Kolumbien. Das Spinnen wie die Navajo-Indianer nennt man auch „Anden-Spinnen“. Wer weiß? Vielleicht ist die Wolle zu meinem Poncho genau auf diese Art entstanden.

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