Eine Woche war ich in Klausur. Und was ist nun anders?

Eine ganze Woche war ich in Klausur, habe mich von den Netzwerken weitestgehend fern gehalten und hatte auch keine Lust zu bloggen. Eine Bloggerin schrieb kürzlich: Es ist das Jahr der verschluckten Worte. Stimmt.

Nicht nur die Bundestagswahl trieb mich um und wie danach die Schacherei um Macht los ging, ich habe auch genug private Baustellen. So hat mir eine medizinische Diagnose im wahrsten Sinn der Worte die Füße weggezogen und ich weiß, dass ich es nicht schaffen werde, so zu leben, wie ich mir das wünsche.

Trotzdem gibt es so viel Schönes:

  • Marion aus Niedersachsen hatte mir Wolle geschenkt, aus der eine ganze Menge geworden ist
  • Frau Momo will mir nochmal welche geben, die von einem Demeter-Hof stammt
  • Karin aus Kiel hat mir eine Karte geschickt mit dem Norddeutschen Grundgesetz. (Lachen tut so gut und manches sollte ich mir annehmen.)

Mädels, ich danke euch so sehr.

Ich habe nun beschlossen, mir eine Kardiermaschine zu kaufen. Das Geld werde ich mir borgen und gewissenhaft zurückzahlen. Für mich ist das sehr viel Geld, aber ich habe gelernt sehr bescheiden zu leben, wenig für mich auszugeben. Die Wolle einheimischer Schäfer möchte ich auch weiterhin verarbeiten, möchte darüber schreiben und dafür werben. Es muss nichts von „Sonstwoher“ und aus Massentierhaltung angekarrt werden.
Wenn ich mir ab und zu Kleidungsstücke selber herstelle und kein Geld ausgebe für den Erwerb, dann hat sich die Kardiermaschine mehr als gelohnt. (Seide und Rüschen passen eh‘ nicht mehr zu mir.)

Meine Winterbekleidung für die Füße ist schon mal fertig. Und jetzt stricke ich mir eine Mütze.
In Klausur gehen muss ich nicht noch mal. Es geht mir wieder gut.

waschen, kardieren, spinnen, stricken

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