Warten auf das Enkelchen. Warten und Tee trinken.

Ich kann tatsächlich nur warten und Tee trinken.
Das Enkelchen ist noch nicht da. Ich hab mir das gleich gedacht, dass es ein Sonntagskind wird. Weggehen mag ich heute nicht. Ich hänge an allen möglichen Empfangsgeräten.

Als ich mir Tee kochen wollte, packte mich das kalte Entsetzen. Meine Vorräte sind fast aufgebraucht. Fast, denn ich hatte dann doch noch eine Amrumer Kräutermischung. Ich werde ganz schnell bestellen müssen beim Nordfriesischen Teekontor. Mir fehlt mein Heidepunsch oder die „gebrannte Mandel“. Jetzt, wo es wieder eher dunkel wird, liebe ich es sehr, mir Lichter anzumachen und mich mit dem Teepott ans Fenster zu setzen.

Warten und Tee trinken

Jetzt scheint ja sogar draußen mal die Sonne. Der Rest vom Wochenende war verregnet. Das war eine gute Gelegenheit, mich an das Spinnrad zu setzen. Ich brauche doch noch Wolle für meinen Pullover oder die Jacke. So richtig entschieden, was es zuerst wird, habe ich noch nicht. Drei Spulen füllen habe ich ja noch Zeit.

Herbsterträge

Mal sehen, wann mein kleiner Enkelsohn es auf die Welt geschafft hat. Im Moment liegen bei Mama und Papa die Nerven etwas blank.
Ich kann mich noch gut an meine letzte Entbindung erinnern. Die Hebamme rief: „Jetzt pressen!“ Ich sah meinen Mann an und der hatte offenbar Presswehen. Ich musste lachen und bekam sofort einen Anpfiff, weil ich albernes Huhn aus dem Rhythmus war.

Damals war ich nicht so hippelig wie heute. Ist ja auch kein Wunder, damals war ich ja auch dabei. Und bis jetzt das Enkel in trockenen Tüchern ist, muss ich eben warten und Tee trinken.

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